Kaderplanung abgeschlossen – Adam Touray wechselt vom MBC zu den Wohnbau Baskets

Endlich komplett! Mit der Verpflichtung von Center Adam Touray haben die ETB Wohnbau Baskets kurz vor dem Start in die Saison 2017/18 der 2. Basketball-Bundesliga ProB die Kaderplanung abgeschlossen. Der agile Big Man wechselt vom BBL-Aufsteiger Mitteldeutscher BC ins Ruhrgebiet und bringt seine Athletik künftig ins Team von Coach Igor Krizanovic ein. Und, ganz wichtig, er bringt den Wohnbau Baskets wichtige Extra-Zentimeter für den Kampf unter den Körben.

In der Aufstiegssaison des MBC hat Touray indes nur zwei Kurzeinsätze für das Team von Igor Jovovic absolviert. Vornehmlich lief der 23-Jährige in der Spielzeit 2016/17 für den Kooperationspartner der Wölfe, die BSW Sixers, in der 1. Regionalliga Nord auf. Dort hatte er mit 7,6 Punkten, 6,5 Rebounds und 1,6 Blocks im Schnitt maßgeblichen Anteil am Erreichen des vierten Platzes.

Bevor Touray vom MBC verpflichtet wurde, ging er für die WWU Baskets Münster in der 1. Regionalliga auf Korbjagd. Gleichzeitig sammelte er im U19-Team der Artland Dragons Erfahrungen. Aus Münster wechselte der 2,06 Meter große Center schließlich nach Weißenfels, gehörte dort zum Team, das in der Saison 2015/16 den Weg in die ProA antreten musste – und anschließend zum Kader des BBL-Rückkehrers.

Der 23-Jährige hat klare Vorstellungen von dem, was er den Wohnbau Baskets geben will: „Ich denke, dass ich dem Team mit meiner Größe und Athletik auf jeden Fall helfen kann“, sagt Touray. Und ehrgeizig ist er auch: „Gemeinsam mit dem Team möchte ich so viele Spiele wie möglich gewinnen!“ Im Subtext schwingen die Playoffs mit. Das Saisonziel der Wohnbau Baskets dürfte er damit schnell verinnerlichen können.

Trotz seiner Größe ist Touray kein klassischer Center, der ausschließlich mit dem Rücken zum Korb agiert. Er hat auch ein weiches Händchen – und kann so wiederum Freiräume für seine Mitspieler schaffen oder eigene Würfe kreieren. Seine Dynamik und Athletik verschaffen ihm gerade im Eins-gegen-Eins Vorteile gegenüber seinen Verteidigern, die er durch seine Schnelligkeit schlagen kann. Schon in den ersten gemeinsamen Trainingseinheiten mit dem Team hat er angedeutet, dass er das Spiel der Wohnbau Baskets in der Saison 2017/18 bereichern kann.

„Er ist jung, talentiert und hungrig. Damit passt er perfekt in unser aktuelles Anforderungsprofil. Dass er zudem ein Center ist, macht es für uns noch besser und erfreulicher. Adam hat großes Potenzial, das wir gemeinsam freilegen wollen, um seine PS auch auf die Straße zu bringen“, sagt Wohnbau Baskets-Coach Igor Krizanovic. Und Niklas Cox, Geschäftsführer der Wohnbau Baskets, ergänzt: „Wir haben uns die gesamte Zeit nach einem passenden Center für unser Team umgesehen. Den haben wir mit Adam gefunden. Wir freuen uns sehr, dass er den Weg zu uns gefunden hat – und unseren Weg mit uns gemeinsam gehen möchte.“

Der Kader der ETB Wohnbau Baskets für die Saison 2017/18 in der 2. Basketball-Bundesliga ProB: Dilhan Durant, Till Hornscheidt, Montrael Scott, Yannik Tauch, Tim van der Velde, Nikola Gaurina, Philipp von Quenaudon, Jacob Albrecht, Finn Fleute, Nick Tufegdzich, Eric Curth, Patrick Liebert, Kelvin Okundaye, Adam Touray

(ETB Wohnbau Baskets Essen)

Kelvin Okundaye schließt sich den Wohnbau Baskets an

Kurz vor dem Start in die Saison 2017/18 der 2. Basketball-Bundesliga ProB haben die ETB Wohnbau Baskets Essen personell noch einmal nachgelegt. Vom ProB-Absteiger Citybasket Recklinghausen wechselt Combo-Guard Kelvin Okundaye in die Ruhrmetropole. Und der 24-Jährige hat klare Vorstellungen davon, was er dem Team geben will.

Einer der großen Vorzüge des Guards: Er kennt die neue, sportliche Heimat der Wohnbau Baskets. In der Saison 2015/16 lief er für die Saarlouis Royals in der ProB auf. In der vergangenen Spielzeit trug der das Trikot der Recklinghäuser. Für Citybasket legte er in durchschnittlich 14 Minuten im Schnitt 3,5 Punkte auf. Er kann zwar auch scoren, seine große Stärke ist indes die Defense.

„Ich möchte mit meiner Defense den einen oder anderen Guard aus dem Spiel nehmen und frustrieren“, sagt der 24-Jährige. Und verspricht: „Das Team und die Fans können sich darauf verlassen, dass ich in jeder Minute, die ich auf dem Feld stehe, hundertprozentigen Einsatz bringen werde.“

Mit seinem neuen Team will er den Playoff-Einzug so früh wie möglich perfekt machen. „Das muss ganz klar unser Ziel sein“, sagt der 1,83 Meter große Guard. Und dann? „Dann sehen wir weiter, wie weit wir kommen, schauen von Spiel zu Spiel“, sagt Kelvin Okundaye schmunzelnd. Letzteres gelte auch für die Regular Season. „Wir machen einen Schritt nach dem anderen“, so Okundaye.

Bereits den Sommer über hat er bei den Wohnbau Baskets individuell trainiert. Und hat dabei einen guten Eindruck hinterlassen. „Ich erhoffe mir, dass Kelvin das Team als Energizer in der Defense mitreißen kann“, sagt Wohnbau Baskets-Coach Igor Krizanovic. Dass das klappen kann, hat Okundaye bereits bei seinem ersten Testspiel-Einsatz am Freitagabend gegen Aris Leeuwarden (68:67). Er verteidigt eng am Mann. „Wie ein Terrier“, beschreibt es ein Fan der Wohnbau Baskets.

„Wir freuen uns sehr, dass Kelvin sich unserem Team angeschlossen hat. Als Local Player sorgt er für mehr Tiefe im Kader, kennt die ProB und ist ein knallharter Verteidiger, der seine Gegenspieler richtig nerven kann“, sagt Niklas Cox, Geschäftsführer der ETB Wohnbau Baskets.

Der Kader der ETB Wohnbau Baskets für die Saison 2017/18 in der 2. Basketball-Bundesliga ProB: Dilhan Durant, Till Hornscheidt, Montrael Scott, Yannik Tauch, Tim van der Velde, Nikola Gaurina, Philipp von Quenaudon, Jacob Albrecht, Finn Fleute, Nick Tufegdzich, Eric Curth, Patrick Liebert, Kelvin Okundaye

(ETB Wohnbau Baskets Essen)

Schlussspurt sichert 70 zu 65 Erfolg über RSV Eintracht Stahnsdorf

Die Saisoneröffnung des LOK Bernau lockte am Samstagabend über 500 treue LOK-Anhänger in die Erich-Wünsch-Halle. In einer intensiven Partie forderte die Gastmannschaft RSV Eintracht Stahnsdorf den Hussitenstädtern alles ab. Erst im Schlussviertel konnte die LOK die Führung erringen und den 70 zu 65 Endstand besiegeln. Bester Bernauer Spieler war US-Neuzugang Dexter Werner mit 20 Punkten, 13 Rebounds und 2 Blocks.

Die Saisoneröffnungspartie gegen den RSV Eintracht Stahnsdorf war nicht nur die Heimspielpremiere für das neuformierte LOK Team der Saison 2017/2018, sondern auch die erste Möglichkeit für Headcoach Schilling auf den fast kompletten Kader zurückzugreifen. So standen die ALBA Doppellizenzspieler Bennet Hundt, Ferdinand Zylka, Hendrik Drescher und Kresimir Nikic erstmals zusammen im LOK Kader. Bennet Hundt übernahm auch gleich die Rolle des Starting Point Guards und wurde von Sebastian Fülle, Kory Brown, Dexter Werner und Jonas Böhm zum Tip-off begleitet. Im ersten Viertel zeigten sich beide Mannschaften noch relativ zielsicher, wenngleich sich hier bereits die heutige Freiwurfschwäche der LOK abzeichnete. Insgesamt acht Punkte ließ man nur im ersten Viertel an der Freiwurflinie liegen. Nichtsdestotrotz konnte die LOK den ersten Spielabschnitt mit 20 zu 22 offen gestalten. Im zweiten Viertel wechselte Trainer René Schilling dann munter durch. Am Ende sollten alle zwölf Spieler Einsatzzeit erhalten. Es zeigten sich nun jedoch auch einige Unkonzentriertheiten und Abstimmungsprobleme, die die Stahnsdorfer eiskalt bestraften und zum 32 zu 41 Halbzeitstand enteilten.

In der Halbzeitpause schlug dann die Stunde der kleinsten LOK Basketballer, die an der traditionellen Vorstellung aller Bernauer Teams den größten Spaß zu haben schienen. Die LOK Bernau bedankt sich an dieser Stelle für die rege Teilnahme und wünscht allen Bernauer Korbjägern viel Erfolg in der anstehenden Saison. Neben den kleinen und großen LOK Mitgliedern, gab es an diesem Abend einen weiteren besonderen Gast in der Halle. ALBA Cheftrainer Aito Garcia Reneses war gekommen und verfolgte interessiert die Partie. Der Spanier war im Sommer von ALBA verpflichtet worden und gilt mit 14 spanischen Meistertiteln und diversen Erfolgen auf europäischer Ebene als Legende unter den Basketballtrainern.

Auch der Seitenwechsel brachte zunächst keine Verbesserung aus Bernauer Sicht mit sich. Erneut ließen die Hussitenstädter sieben Freiwurfchancen im dritten Viertel ungenutzt, während der RSV sein Spiel routiniert aufzog und auf einen 47 zu 59 Zwischenstand vor Ende des letzten Viertels erhöhte. Angeführt vom bärenstarken Dexter Werner, der neun seiner 20 Punkte im vierten Viertel erzielte, zog nun auch endlich die LOK die Zügel an. Auch dank der Tatsache, dass Stahnsdorf seine beiden US-Amerikaner Michael Holten und Josh Smith in großen Teilen des Schlussviertels schonte, konnte die LOK den vierten Spielabschnitt mit 23 zu 6 für sich entscheiden und so trotz des langen Rückstands am Ende den Heimsieg feiern. Headcoach René Schilling zieht ein Fazit: „Abgesehen vom Ergebnis war es heute ein Spiel mit Licht und Schatten. Wir hatten sowohl offensiv als auch defensiv gute Phase, jedoch mit 20 % eine schwache Dreierquote und mit 11 aus 33 Versuchen eine wirklich unterirdische Freiwurfquote. Auch hätten wir unsere Vorteile unter dem Korb besser ausspielen müssen. Wir können jedoch zufrieden sein, wie uns im Schlussviertel zurück in die Partie gekämpft haben und so einen, wenn auch etwas glücklichen, fünf Punkte Sieg erreicht haben. Ein besonderer Dank gilt daher den über 500 Bernauer Fans, die uns zu jedem Zeitpunkt den nötigen Rückhalt gegeben haben.“

Am Samstag, den 23.09 startet LOK Bernau dann mit einem Auswärtsspiel bei den Cuxhaven Baskets in reguläre ProB Saison 2017/2018. Bis dahin gilt es für das Team die richtigen Schlüsse aus diesem letzten Testspiel zu ziehen und sich intensiv auf den Gegner aus dem hohen Norden vorzubereiten.

Viertelergebnisse: 20:22, 12:19, 15:18, 23:6

LOK Bernau: Dexter Werner (20 Punkte), Jonas Böhm (13), Jonas Mattissek (7), Bennet Hundt (6), Hendrik Drescher (6), Ferdinand Zylka (5), Kory Brown (4), Badu Buck (4),  Sebastian Fülle (3), Robert Kulawick (2), Jacob Knauf (0), Kresimir Nikic (0)

(LOK Bernau)

Lokalderby in Bernau als Gradmesser – Aner Levron und Oshane Drews weitere Neuzugänge

Am 24.9. starten die Korbjäger des RSV Eintracht mit dem Heimspiel um 17:30 Uhr gegen die Herzöge Wolfenbüttel in ihre insgesamt elfte Saison in der 2.Basketball-Bundesliga ProB. Das Team von Trainer Denis Toroman befindet sich aktuell in der heißen Phase, wo man sich in diversen Testspielen den letzten Feinschliff holen möchte. Nach Vorbereitungsspielen gegen ambitionierte Regionalligisten, wo man am Mittwoch in eigener Halle zuletzt die SBB Baskets Wolmirstedt mit 84:71 (46:28) bezwang, steht nun am Samstag mit dem Lokalderby beim Ligakonkurrenten Lok Bernau ein ganz anderer Kaliber auf dem Programm.

„Das ist natürlich ein richtiger Gradmesser für uns, bei dem wir sehen können, wo wir eine Woche vor dem Saisonstart tatsächlich schon stehen. Bernau stellt ein extrem gutes Team mit 10-12 Akteuren auf, die erwiesenermaßen das Level der ProB oder gar höher aufbringen. Uns wird dort gnadenlos aufgezeigt werden, was uns noch fehlt und wo wir nachbessern müssen.“, blickt Toroman voraus. Mit dem Spiel unter der Woche gegen Wolmirstedt war er indes recht zufrieden: „Das war schon deutlich besser als zuvor gegen Potsdam und ein Schritt in die richtige Richtung.“ Topscorer der Partie war Mike Holton mit 31 Zählern. Josh Smith kam auf 18, Tim Decker auf 12 Punkte.

Mit von der Partie waren hier mit Oshane Drews und Aner Levron auch zwei weitere Neuzugänge, die jeweils unterschiedlicher nicht sein könnten. Während der gerade 33 Jahre alt gewordene Deutsch-Israeli Levron jede Menge Erfahrung aus diversen Stationen in der Regionalliga sowie der ProB mitbringt, ist Drews mit seinen gerade einmal 16 Jahren der jüngste Spieler im Kader und auch der gesamten Liga. In der letzten Spielzeit agierte der U16-Nationalspieler beim Kooperationspartner TuS Lichterfelde in der JBBL und überzeugte dort mit durchschnittlich 15,6 Punkten pro Spiel. Levron spielte zuletzt bei den Aschersleben Tigers und davor zusammen mit Denis Toroman bei den Red Dragons Königs Wusterhausen. Wer das neue ProB-Team erstmals öffentlich sehen möchte, der hat dazu ab ca. 16 Uhr auf dem Vereinsgelände in der Stahnsdorfer Heinrich-Zille-Straße die Gelegenheit, denn hier wird die Mannschaft im Rahmen des traditionellen Sportplatzfestes erstmals offiziell vorgestellt.

(RSV Eintracht)

Entwarnung bei Boahene

Es gab große Sorgen bei den Itzehoe Eagles um Daniel Boahene, nun folgte die leichte Entwarnung: Der Center hat sich zwar beim Vorbereitungsturnier am Lehmwohld am Knie verletzt, aber längst nicht so schwer wie befürchtet. Ein angerissenes Seitenband, Sehnenzerrung und Prellung, so die Diagnose nach eingehender Untersuchung.

Wie viele Beobachter hatte auch der 27-Jährige einen Kreuzbandriss befürchtet. Im Spiel gegen Düsseldorf war Boahene ausgerutscht und hatte sich das Knie verdreht. Erst Anfang der Woche brachte die MRT-Untersuchung die Gewissheit über die Folgen. Rund acht Wochen wird der Eagles-Neuzugang voraussichtlich ausfallen – mit einem Kreuzbandriss wäre die Saison für ihn schon vor dem Start beendet gewesen. „Das war natürlich eine gute Nachricht für uns, auch wenn es immer noch eine herbe Verletzung ist“, so Eagles-Teammanager Stefan Flocken. „Daniel wird von uns alle Unterstützung erhalten, damit er so schnell wie möglich wieder auf dem Feld steht.“

Genau das ist Boahenes Ziel. Er sei „mega erleichtert“,  habe Glück im Unglück gehabt. Jetzt wolle er täglich an seinem Comeback arbeiten: „Ich werde umso stärker zurückkommen.“ Er wolle dem Team zeigen, dass die Verletzung ihn nicht zurückwerfe, und dem Umfeld ebenfalls. Denn sehr viele hätten ihm nach dem Malheur zur Seite gestanden, das sei eben die familiäre Atmosphäre bei den Eagles: „Ich bereue es nicht einen Moment, dass ich nach Itzehoe gewechselt bin.“

(Itzehoe Eagles)

Sieg und Niederlage in Itzehoe

Die Herren des SC Rist Wedel (2. Basketball-Bundesliga ProB) haben das Vorbereitungsturnier in Itzehoe mit einem Sieg und einer Niederlage beendet. Am Sonnabend wurde die TSG Bergedorf (Aufsteiger in die 1. Regionalliga) um den ehemaligen Wedeler Will Barnes mit 84:62 bezwungen, am Sonntag verlor man gegen die gastgebenden Itzehoe Eagles (82:105).

„In beiden Spielen habe ich gute Leistungen gesehen, aber natürlich haben wir auch Fehler gemacht“, fasste Trainer Felix Banobre zusammen. „Wir sind rund zwei Wochen vor dem Saisonauftakt, und die Mannschaft ist ungefähr an dem Punkt, an dem ich sie haben wollte. Es gibt aber noch ein paar Dinge zu verbessern, und ich glaube, dass wir die Mannschaft in den verbleibenden zwei Wochen so weit bringen, dass sie für das erste Punktspiel bereit ist. Es ist egal, wie dann der Gegner heißt, es kommt darauf an, dass die Spieler die Prinzipien und Schemata verinnerlicht haben“, so der Spanier.

Gegen Itzehoe stellte Banobre neben Nino Celebic, Aurimas Adomaitis, Jens Hirschberg, Paul Owusu sowie Osaro Jürgen Rich Igbineweka seine junge Garde auf. Man erkenne immer besser die Identität und Persönlichkeit der Mannschaft, wie es der Trainer nennt, gleichwohl müsse aber noch an der einen oder anderen Stellschraube gedreht werden, sagte er. Dass man gegen den ProB-Konkurrenten Itzehoe doch recht deutlich verlor, biete keinen Anlass zur Sorge, meint Banobre. „Es war geplant, dass die jungen Spieler am Sonntag viel zum Einsatz kommen. Ich habe mit einem 14-Jährigen, mit einem 15-, mit einem 16- und einem 17-Jährigen gegen einen ProB-Ligisten gespielt. Sie haben ihre Sache sehr gut gemacht und verstehen immer mehr, worauf es ankommt. Das freut mich, weil ich dadurch einerseits weiß, dass ich sie in der ProB bringen kann, und andererseits, weil ich auch ihr NBBL-Trainer bin. Die Jungs machen mir viel Freude“, so Banobre.

Das ursprünglich für kommenden Sonnabend gegen Cuxhaven angesetzte Vorbereitungsspiel entfällt, am 23. September geht’s dann am ersten Spieltag auswärts in Quakenbrück los.

(SC Rist Wedel)

Itzehoe Egales gewinnen Heimturnier – Boahene verletzt

Vier Basketball-Spiele an zwei Tagen in der Lehmwohldhalle, und am Ende hieß der Sieger: Itzehoe Eagles. In der Vorbereitung auf die neue Saison in der 2. Basketball-Bundesliga ProB, die am 23. September beginnt, haben die Eagles ihr eigenes Turnier gewonnen. Allerdings verloren sie Center Daniel Boahene durch eine Knieverletzung, deren Schwere noch nicht feststeht.

In der ersten Halbfinal-Partie setzte sich ProB-Konkurrent SC Rist Wedel gegen die TSG Bergedorf aus der 1. Regionalliga sicher mit 84:62 durch. Die Eagles trafen danach auf die ART Giants Düsseldorf (1. Regionalliga). Die Gäste standen im Stau, das Spiel begann mit Verspätung – aber wacher waren zunächst dennoch die Düsseldorfer, trafen hochprozentig und lagen vorn gegen die Gastgeber, die an diesem Tag auf Frederik Henningsen verzichten mussten. Im zweiten Viertel dann der Moment, der für ein Aufstöhnen in der Halle sorgte: Daniel Boahene rutschte aus, stürzte unglücklich und verdrehte sich das Knie. Der Eagles-Center musste ins Krankenhaus, eine Diagnose gibt es erst nach genauer Untersuchung Anfang der Woche.

Doch die Eagles verdauten den Schrecken, angeführt vom Australier Josh Wilcher zeigten sie ein starkes zweites Viertel und gingen mit einem 48:40-Vorsprung in die Halbzeitpause. Nach dem Wechsel bauten sie die Führung mit verbesserter Verteidigung schnell in den zweistelligen Bereich aus und ließen nichts mehr anbrennen. Endstand: 88:68 (20:24, 28:16, 21:12, 19:16).

Eagles: Josh Wilcher (18, 2 Dreier), Johannes Konradt (15, 1 Dreier), Lars Kröger (13), Kaimyn Pruitt (12), Nelson Kahler (10, 1 Dreier), Erik Nyberg (7, 1 Dreier), Fabio Galiano (6), Joachim Feimann (4), Scotty Liedtke (3, 1 Dreier), Nick Tienarend, Daniel Boahene.

Das Spiel um Platz drei gewann Düsseldorf gegen Bergedorf, das Finale brachte das Lokalderby der ProB-Ligisten. Wedel verzichtete dabei auf einige Leistungsträger, lieferte den Gastgebern aber eine flotte Partie, in der sich die Eagles erst nach und nach absetzten. Am Ende war das Ergebnis dreistellig: 105:82 (27:24, 28:23, 22:19, 28;16).

Die beiden deutlichen Erfolge dürften nicht überbewertet werden, sagte Eagles-Coach Pat Elzie. In der Saison würden die Gegner um Einiges stärker – und am 23. September im ersten Heimspiel gegen Schalke zähle es. Dennoch konnte er einige positive Erkenntnisse mitnehmen. Die drei Ausländer seien eine Verstärkung, Josh Wilcher fülle die Rolle des Anführers sehr gut aus, durch die Neuverpflichtungen seien augenscheinlich die Schwachpunkte der vergangenen Saison kompensiert. „Ich habe ein gutes Gefühl mit dieser Mannschaft“, so Elzie, der auch die gute Entwicklung von Spielern wie Johannes Konradt  und Lars Kröger lobte. Für das Team, das Umfeld und die Fans seien die beiden Siege und viele schöne Szenen im eigenen Turnier wichtig gewesen: „Das schafft eine positive Stimmung zwei Wochen vor dem Saisonbeginn.“

Eagles-Statistik im Spiel gegen Wedel: Frederik Henningsen (27, 3 Dreier), Josh Wilcher (23, 1 Dreier), Nelson Kahler (13), Nick Tienarend (13, 1 Dreier, 5 Steals), Kaimyn Pruitt (7, 1 Dreier, 13 Rebounds), Scotty Liedtke (7), Lars Kröger (6), Erik Nyberg (4), Johannes Konradt (3), Joachim Feimann (2), Fabio Galiano.

(Itzehoe Eagles)

Mühsamer Erfolg im Lokalderby – Daniel Kirchner kommt / Thabo Paul bleibt

Zwei Wochen vor dem Saisonstart in der 2.Basketball-Bundesliga ProB haben die Korbjäger des RSV Eintracht ihr Testspiel beim Regionalliga-Aufsteiger USV Potsdam mit 79:64 (35:29) gewonnen.

In der gut besuchten Universitätssporthalle in Golm präsentierten sich die Gastgeber mit den ehemaligen RSV-Spielern Erik Müller und David Herwig von Beginn an hoch motiviert. So entwickelte sich eine umkämpfte, aber zeitweise auch etwas zerfahrene Partie, wo die zwei Ligen Unterschied zwischen beiden Mannschaften nur selten zu sehen waren. Beim RSV lastete viel Verantwortung auf den Schultern von Neuzugang Michael Holton, der mit 28 Punkten am Ende auch Topscorer wurde. Umgekehrt trug auch Erik Müller seine Potsdamer und glänzte mit 23 Zählern, bei hervorragender Wurfquote von 82% aus dem Feld. Mitte des dritten Viertels lagen die Landeshauptstädter sogar zwischenzeitlich mit bis zu sechs Punkten vorn, ehe RSV-Coach Denis Toroman durch sein zweites technisches Foul die Halle verlassen musste. „Das war eine Art Weckruf. Scheinbar hat die Mannschaft das heute gebraucht“., analysierte der eigentliche CoTrainer Michael Wende, der für die letzten 15 Minuten das Coaching dann übernahm, nach dem Spiel.

Einen wichtigen Part vor allem in der Offensive übernahm Neuzugang Daniel Kirchner. Der 19-jährige Blondschopf kommt von der zweiten Mannschaft von Alba Berlin. Der 1,87m große Kirchner ist auf der Shooting Guard Position zu Hause und unterstrich seine Scharfschützenqualitäten mit vier erfolgreichen Dreierpunktewürfen. Sein erfolgreicher Dreier zum Abschluss des dritten Viertels aus der eigenen Hälfte zum 59:53 war dann auch das absolute Highlight des Spiels. Zwei schnelle Dreier vom aus dem Urlaub zurückgekehrten Colin Craven ließen den Vorsprung dann Anfang des Schlussviertels erstmalig zweistellig werden, womit die Vorentscheidung gefallen war. Neben Kirchner steht mit der Verlängerung von Thabo Paul auch noch eine weitere Personalie fest. Der ebenfalls 19-jährige Aufbauspieler geht somit in seine dritte Saison beim RSV. Weiter geht es für den RSV nun am Mittwoch mit dem Testspiel daheim gegen Wolmirstedt und anschließend am Samstag ein erneutes Brandenburg-Duell, dann bei Ligakonkurrent Lok Bernau.

(RSV Eintracht)

Vorbereitungsturnier in Herford – Saisoneröffnung am kommenden Wochenende

Gegen zwei starke Gegner wollten die Itzehoe Eagles in Herford testen in der Vorbereitung auf die neue Saison in der 2. Basketball-Bundesliga ProB. Es kam anders, dennoch war es „ein gutes Turnier für Erkenntnisse“, sagt Coach Pat Elzie. Auf Ergebnisse kam es ihm dabei nicht an.

Weil ein Team kurzfristig abgesagt hatte, wurde der Spielplan umgestellt. Die Eagles trafen auf den Gastgeber BBG Herford, der in der 1. Regionalliga West spielt. Dieser setzte sich mit 78:63 durch, nachdem zunächst die Eagles geführt hatten. Die Mannschaft habe gut agiert, so Elzie, der viel wechselte: „Es war mir egal, ob wir gewinnen, ich wollte, dass jeder spielt.“

Denn bisher habe es kaum die Möglichkeit gegeben, Fünf gegen Fünf zu spielen. Die australischen Neuzugänge Josh Wilcher und Nelson Kahler hinterließen einen guten Eindruck, insgesamt konnte der Trainer erfreut feststellen, dass die Mannschaft weiter zusammenwachse und intakt sei. „In der Defensive müssen wir noch viel tun“, stellte er fest, das Spielerische werde sich auch noch weiter entwickeln. Am Tag darauf konnten die Eagles daran weiter feilen, auch gegen den Oberligisten Löhne verteilte Elzie die Spielzeit gleichmäßig. Endstand: 103:43.

Ernst wird es für die Eagles mit dem ersten Saisonspiel am Sonnabend, 23. September, zu Hause gegen FC Schalke 04 Basketball. Zwei Wochen zuvor zeigt sich das Team erstmals in der heimischen Lehmwohldhalle den Fans. Sonnabend und Sonntag, 9. und 10. September, steigt ein Vorbereitungsturnier, an dem Liga-Rivale SC Rist Wedel sowie die Erstregionalligisten TSG Bergedorf und ART Giants Düsseldorf teilnehmen. Das erste Spiel bestreiten am Sonnabend um 14 Uhr Bergedorf und Wedel, das zweite Halbfinale um 16.30 Uhr ist die offizielle Saisoneröffnung der Eagles. Die Partie gegen Düsseldorf wird umrahmt von Musik von Nordflair Events, Auftritten der Showtanzgruppe Eagles Fighters und der Moderation von Peter Poppe, es gibt ein Catering mit Grillen. Eine weitere Attraktion ist eine Vorführung der Shooting Gun der Eagles – die Wurfmaschine, die die Itzehoer Summary AG in den USA für die Eagles orderte, ist seit kurzem eine wichtige Ergänzung im Trainingsbetrieb.

„Wir wollen unseren Fans das neue Team präsentieren, für uns ist das Turnier aber auch ein sehr wichtiger Teil der Vorbereitung“, sagt Elzie. Sonntag um 11 Uhr geht es um Platz drei, um 13.30 Uhr um den Turniersieg. An diesem Tag startet in der Halle auch der Verkauf der Dauerkarten.

(Itzehoe Eagles)

Kory Brown ist der zweite Bison für Lok Bernau

Nach der Vertragsauflösung von James Milliken war der SSV Lok Bernau gezwungener Weise wieder auf Spielersuche. Auf der Suche nach geeigneten Ersatz wurde die sportliche Leitung erneut in North Dakota fündig. Kory Brown heißt der jüngste Neuzugang und ging in seiner Collegezeit wie Dexter Werner für die North Dakota State University Bisons auf Korbjagd. Der 23-jährige US-Amerikaner wird bereits morgen in Bernau erwartet und wird die Trikotnummer 22 erhalten.

Im Gegensatz zu Dexter Werner, der das College erst im Frühjahr 2017 beendete, schloss Kory Brown seine Basketballlaufbahn an der NDSU bereits 2016 ab. Insgesamt war der 1,93 Meter große Guard vier Jahre für die NDSU Bisons auf dem Basketballfeld aktiv. In seiner Abschlusssaison konnte der athletische Verteidigungsexperte 10,4 Punkte, 6,5 Rebounds und 2,5 Assists pro Partie erzielen. Die gute Defensivarbeit unterstreichen ebenso 1,3 Ballgewinne und 1,0 Blocks, die Brown in 29 Minuten Spielzeit durchschnittlich produzierte. Wie sein Teamkollege Dexter Werner ein Jahr später, wurde Kory Brown für diese starken Leistungen mit der Wahl in das „All Summit League 2nd Team“ belohnt.

Der Start in die Profikarriere verlief für Kory Brown jedoch zunächst stockend. Nachdem es sein damaliger Spielerberater nicht geschafft hatte ihm einen Spielervertrag in Europa zu vermitteln, heuerte der 23-jährige US-Spieler im Februar 2017 beim spanischen Team San Sebastián Gipuzkoa BC in der zweitklassigen LEB Gold als Trainingsspieler an. Hier konnte sich der Neu-Bernauer drei Monate in einem hochklassigen Umfeld an den europäischen Basketball gewöhnen. Der Gipuzkoa BC gewann in der abgelaufenen Spielzeit die Meisterschaft in der LEB Gold und geht diese Saison nun in der stärksten Liga Europas, der spanischen ersten Liga ACB an den Start.

Headcoach René Schilling verrät ein paar Hintergrundinformationen zur Verpflichtung und was das Bernauer Publikum von Kory Brown erwarten kann: „Kory stand schon vor dem Sommer auf unserer Liste. Aufgrund der Umstände hatten wir jetzt die Chance ihn zu verpflichten. Mit ihm bekommen wir einen flexiblen Verteidiger, guten Rebounder und Teamspieler. Darüber hinaus wird es aufgrund seines langjährigen Teammitglieds Dexter einfacher sein, ihn auf und abseits des Feldes zu integrieren. In Anbetracht der nun verkürzten Vorbereitungszeit sicher ein Vorteil“.

 

Auch Kory Brown meldet sich zu seinem Engagement bei der Lok zu Wort: „Ich bin glücklich Teil dieses Vereins zu sein. Ich kann es kaum erwarten den Fans zu zeigen, dass wir hier sind um es weit zu bringen und ihnen eine großartige Show zu bieten. Dies ist die erste Möglichkeit als Profibasketballer für mich und dafür bin ich sehr dankbar. Lok Bernau hat mir diese Chance gegeben and nun möchte dazu beitragen das Beste aus dem Team herauszuholen.“

Die gemeinsame Vorgeschichte der diesjährigen Bernauer US-Profis Kory Brown und Dexter Werner und die Wiedervereinigung in der Hussitenstadt ist schon ein kleines Kuriosum in der Basketballwelt. Insbesondere wenn man bedenkt, dass es tausende Basketballprogramme an den amerikanischen Colleges und noch viel mehr professionelle und semi-professionelle Basketballteams weltweit gibt. Die Chancen, dass sich zwei ehemalige Teamkameraden in der selben Mannschaft wiederfinden sind somit als eher gering einzuschätzen. In Bernau freut man sich jedenfalls darüber, dass in Zukunft gleich zwei Bisons die Lokomotive antreiben werden.