RJ Slawson besetzt den zweiten US-Spot im Kader

Die Kaderplanung der Basketballer des FC Schalke 04 neigt sich stetig dem Ende entgegen. Randall Scott Slawson Jr, kurz RJ mit Vornamen, besetzt den letzten US-Spot für die kommende Saison in der 2. Basketball-Bundesliga ProB im Kader von Coach Raphael Wilder. Somit endet die intensive Suche der Verantwortlichen in Übersee. Der zwölfte Kaderplatz wird noch besetzt.

„Die Suche nach unserem zweiten Nicht-EU-Spot hat sich etwas hingezogen, da wir erst eine endgültige Entscheidung bezüglich des Anforderungsprofils treffen konnten als wir unsere Local-Player unter Vertrag hatten. Somit haben Coach Raphael Wilder und ich etliche Gespräche mit Agenten aus Übersee geführt und viele Videos geschaut, bevor wir uns für drei Favoriten entschieden haben“, so Leiter Profisport Tobias Steinert zur Dauer der Suche.

Coach Raphael Wilder ergänzt: „Wir haben uns letztlich bewusst für die Position 4/5 als zweiten US-Spot entschieden. Wir wissen zwar, dass es in der Liga große und schwere Center gibt, aber die Importspieler sind mehrheitlich sehr athletisch veranlagt. Nach mehreren Sichtungen hat sich ein Kreis von drei Spielern herausgebildet, von denen uns von Anfang an RJ überzeugt hat.“

Der königsblaue Neuzugang Slawson wurde am 30. März 1992 in Charleston/South Carolina geboren, besuchte die Fort Dorchester Highschool und war in der NCAA für die South Carolina University und die Jacksonville University aktiv. „RJ verfügt über eine sehr gute College-Ausbildung und war Leistungsträger in der NCAA in einer damals sehr guten Conference“, so Wilder über die universitäre Ausbildung seines neuen Schützlings.

Stationen in Spanien, Schweden und Japan

Nach seiner Zeit im US-College-Programm startete er seine aktive Profikarriere bei den Albacete Baskets in der spanischen EBA, wo er nach 17,1 Punkten und 9,3 Rebounds im Schnitt den Titel des „Forward of the Year“ und die Auszeichnung des „Import Players of the Year“ verliehen bekam. Nach einem Jahr zog er dann weiter zu den Hogbo Baskets Goteborg nach Schweden, erzielte dort 20,7 Punkte und fischte sich 12,1 Rebounds pro Spiel. Durch diese Leistung bekam er erneut den Titel des „Forward of the Year“ in seiner Liga verliehen und wurde in das All-Star-Team gewählt.

In der abgelaufenen Saison stand Slawson dann bei den Tokyo Clinq Reves in Japan unter Vertrag. „Durch seinen ehemaligen Agenten wurde RJ nicht gut beraten und bekam nur Verträge in unterklassigen Ligen vermittelt. Nach seinem jetzt erfolgten Wechsel zu seinem neuen Agenten, den ich schon seit vielen Jahren kenne, will er seine Karriere unbedingt in den ambitionierten Ligen fortsetzen und möchte sich nun in der ProB behaupten“, so Wilder über die bisherige Karriere seines neuen Forwards.

Neben seiner basketballerischen Ausbildung überzeugte er die Verantwortlichen der Königsblauen durch seine Vielseitigkeit, seinen guten Wurf und sein Inside- und Outsidespiel. „RJ kann sowohl unter dem Korb als auch von den Außenpositionen punkten. Er verfügt über eine sehr gute Athletik, ein gutes Post-Up-Spiel und einen sehr zuverlässigen Wurf aus der Mitteldistanz und von der Dreipunktelinie. Diese Kombination macht ihn sehr schwer ausrechenbar im Angriff“, beschreibt Wilder die spielerischen Stärken seines Neuzugangs.

Verspätete Ankunft des Neuzugangs in Gelsenkirchen

Auch von der Persönlichkeit des 2,03 Meter großen und 102 Kilogramm schweren Bigman konnte sich der S04-Coach bereits überzeugen. „Ich habe mehrmals mit RJ telefoniert und geschrieben. Wir haben uns über viele sportliche Dinge, aber auch über die Rahmenbedingungen hier auf Schalke ausgetauscht. Er war sehr interessiert und es passte sehr gut auf der persönlichen Ebene zwischen uns“, hält Wilder fest.

Slawson wird erst eine Woche nach dem Trainingsstart zum Kader des S04 stoßen, da seine Schwester in den USA heiratet, sodass es ihm erst möglich ist, am 12. August in Gelsenkirchen zu sein. „Da RJ von Beginn an unser Wunschspieler im Kreise der drei Favoriten war, haben wir uns dazu entschlossen, eine verspätete Ankunft in Gelsenkirchen in Kauf zu nehmen, um ihm zu ermöglichen, der Hochzeit seiner Schwester beizuwohnen“, so der S04-Coach über die verspätete Ankunft des Neuzugangs.

Der Neu-Knappe freut sich bereits auf sein Engagement bei den Gelsenkirchenern. „Ich habe mich über den FC Schalke 04 und über Coach Raphael Wilder bereits im Vorfeld schlau gemacht und nur Gutes gehört. Ich freue mich auf die Herausforderung in der ProB und möchte meinen nächsten Karriereschritt machen und meinem Team weiterhelfen, so gut wie möglich in der Liga und in den Playoffs abzuschneiden“, gibt die neue Nummer 33 aus seiner Heimat zu Protokoll.

Zwölfter Kaderplatz wird noch besetzt

Nachdem der elfte Spot im Kader nun besetzt ist, ist die Personalplanung, entgegen des ursprünglichen Vorhabens der Verantwortlichen, noch nicht abgeschlossen. „Unsere beiden Youngster Lutz Walhöfer und Nils Peters haben uns darum gebeten, ihr Pensum in der nächsten Saison vorerst nicht weiter zu erhöhen, da mit dem Studienbeginn bei Lutz und dem Abiturstress bei Nils zwei Faktoren gegen einen erhöhten zeitlichen Aufwand im Basketball sprechen“, fasst Tobias Steinert die Umstände für ein Umdenken bezüglich der Kaderplanung zusammen. „Aus diesem Grund haben Raffi und ich entschieden, dass wir den zwölften Kaderplatz mit einem weiteren Akteur besetzen möchten, um bei etwaigen Verletzungen flexibler agieren zu können und gleichzeitig dem Wunsch unserer beiden Nachwuchsakteure zu entsprechen.“

Wenn es nach dem erfahrenen S04-Coach Raphael Wilder ginge, sehe die Planung für die zwölfte Stelle im Kader anders aus. „Es war von Beginn an mein Plan, Lutz noch weiter einzubinden, nachdem er in der letzten Saison bereits erste ProB-Erfahrungen sammeln konnte. Er sollte zum Rotationsspieler werden, während ich mit Nils einen Weg vereinbaren wollte, wie wir in der kommenden Zeit sinnvoll vorgehen, um sein Talent weiterzuentwickeln“, so Wilder. „Es hat mich dann überrascht und ein Stück weit traurig gemacht, dass sie aus zeitlichen Gründen, welche ich selbstverständlich nachvollziehen kann, vorerst keinen weiteren Schritt nach vorne machen möchten. Ich halte beide für sehr große Talente, weshalb ich sie auch weiterhin mindestens einmal die Woche beim ProB-Training haben möchte.“

Weiterer Local-Player soll kommen

Peters und Walhöfer werden vorerst spielerische Erfahrungen in der NBBL und in der Oberliga sammeln. Weiterhin werden sie nach intensiven Gesprächen mit Coach Wilder einmal in der Woche in das ProB-Training eingebunden, um den Anschluss zum Leistungsbasketball nicht zu verlieren. „Für die kommende Saison reicht bei beiden Nachwuchsspielern die Zeit nicht aus, um in der ProB einen weiteren Schritt nach vorne zu machen. Durch die weitere Integration in das Mannschaftstraining stellen wir aber sicher, dass sie den Weg zurück in den Profibasketball finden können“, berichtet Wilder über die Entscheidung, Peters und Walhöfer weiterhin in das Training einzubinden.

„Die letzte Saison hat uns einmal mehr gezeigt, dass wir vor Verletzungen nicht gefeit sind, sodass wir nun einen weiteren talentierten Local-Player für das ProB-Team suchen, um die Rotation zu erweitern und flexibel zu bleiben. Wir befinden uns bereits in sehr guten Gesprächen und hoffen, in Kürze Vollzug vermelden zu können“, so Tobias Steinert über die Besetzung des letzten Kaderspots.

 

(FC Schalke 04 Basketball)

Der „Taucher“ geht ins dritte Jahr

Yannik Tauch freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit den ETB Wohnbau Baskets

 Jetzt hat er den Kopf frei: Nachdem Yannik Tauch in diesem Jahr sein Abitur gebaut hat, startet er fokussiert in die Vorbereitung auf die neue Saison mit den ETB Wohnbau Baskets Essen. Bis es am 12. August wieder in die Halle geht, arbeitet er vornehmlich an seiner Kraft, um auch körperlich gestärkt in die ProB-Spielzeit starten zu können. Nach Till Hornscheidt und Finn Fleute ist der „Taucher“ das dritte Essener Eigengewächs, das den Sprung in die erste Mannschaft geschafft hat. Weitere sollen folgen.

Seit der U16 spielt der in Geldern geborene und in Dülmen aufgewachsene Point Guard in Essen Basketball. Kontinuierlich hat er sich entwickelt, verbessert, ist stärker geworden. Seit 2014 gehört er als Perspektivspieler zum Kader der ersten Mannschaft. Und in den vergangenen beiden Spielzeiten bekam er immer wieder Einsatzzeit. Eine ordentliche Vorstellung lieferte der 19-Jährige vor allem bei der 66:83-Niederlage gegen die RheinStars Köln im vergangenen Dezember ab.

Dass aber noch deutlich mehr in ihm steckt, als er bislang zeigen konnte, wird bei einem Blick auf seine Jugendspiele klar. So hatte Tauch in der Saison 2014/15 maßgeblichen Anteil an der erfolgreichen NRW-Liga-Qualifikation der Essener U18. Vor allem im entscheidenden Spiel gegen den Schwelmer Nachwuchs spielte er wie entfesselt, erzielte 41 Punkte (9 Dreier) und führte sein Team zum 99:68-Erfolg. Wenngleich im ProB-Team von Coach Igor Krizanovic nicht seine Scorer-Qualitäten im Vordergrund stehen werden. Aber: Er kann für wichtige Entlastung sorgen. Und dabei auch Gefahr ausstrahlen

„Ich freue mich riesig darüber, auch das dritte Jahr in Folge für Essen spielen zu dürfen. Nicht nur das Team ist fantastisch, auch die Mannschaft hinter der Mannschaft ist großartig“, sagt der 19-Jährige. Nach dem Abitur genießt er es, sich nicht ständig mit entweder Schule oder Sport zu beschäftigen, sondern seinen Fokus klar setzen zu können. „Nach der Schule habe ich erstmal ein wenig entspannt und abgeschaltet“, sagt Tauch. Das Training hat er dennoch nicht schleifen lassen. Vor allem an seiner Physis hat er in den vergangenen Wochen gearbeitet.

„Yannik ist jetzt in seinem dritten Jahr bei uns, entsprechend wachsen die Erwartungen – seine und unsere. Er hat sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt, muss aber weiter hart arbeiten, um sich seine Minuten zu verdienen“, sagt Essens Coach Igor Krizanovic. Der 19-Jährige müsse die Erfahrenen jagen, ihnen Dampf machen. Entsprechend wichtig ist laut Krizanovic die Arbeitseinstellung, mit der Tauch zu Werke geht, um sich gegen größere, stärkere und erfahrenere Gegenspieler behaupten zu können.

„Es ist schön zu sehen, dass wir nach und nach die Früchte unserer guten Jugendarbeit ernten können. Dass immer wieder Spieler aus dem eigenen Nachwuchs den Sprung schaffen und schaffen werden, ist für uns als Verein enorm wichtig. Durch das JBBL- und NBBL-Team der Metropol Baskets haben wir zudem noch einen besseren Unterbau, um unsere Talente an höhere Aufgaben heranzuführen. Ich bin überzeugt davon, dass Yannik ein wichtiger Faktor in unserem Team sein kann. Er ist jung, hungrig – und hat noch Luft nach oben“, sagt Niklas Cox, Geschäftsführer der ETB Wohnbau Baskets.

Der bisherige Kader der Wohnbau Baskets für die Saison 2017/18: Tim van der Velde, Dilhan Durant, Till Hornscheidt, Finn Fleute, Jacob Albrecht, Montrael Scott, Nick Tufegdzich, Yannik Tauch

 

 

(ETB Wohnbau Baskets Essen)

 

Zwei neue Spieler unterm Korb

Zusammen sind sie 4,10 Meter groß – mit zwei neuen Spielern verstärken sich die Itzehoe Eagles auf den Positionen unter dem Korb. In der kommenden Saison der 2. Basketball-Bundesliga ProB tragen Daniel Boahene und Joachim Feimann das Eagles-Trikot.

Der Bekanntere in Basketballkreisen ist Daniel Boahene, zuletzt stand der 27-Jährige beim FC Schalke 04 Basketball unter Vertrag. Und als die Schalker in der vergangenen Saison ein wichtiges Spiel bei den Eagles knapp gewannen, war der 2,06-Meter-Mann mit 20 Punkten und neun Rebounds einer der Hauptverantwortlichen. Jetzt hatte Boahene nach dem Ende seines Engagements auf Schalke bereits überlegt, mit Basketball aufzuhören – „dann kam der goldene Anruf“. Am Telefon war Eagles-Cheftrainer Pat Elzie, und für diesen habe er immer schon spielen wollen: „Ein toller Trainer, ein toller Mensch.“ In Itzehoe wolle er sich sowohl als Basketballer als auch als Mensch weiterentwickeln, sagt Boahene, der in den USA geboren wurde, in Frankreich mit Basketball begann, aber deutscher Staatsbürger ist. Die Mutter ist Russin, der Vater hat die Pässe der USA und von Trinidad/Tobago.

Für die Eagles ist der 27-Jährige ein wichtiger Neuzugang. Sie suchten einen deutschen Center, ohne Starallüren, aber mit Erfahrung, wie Elzie sagt. Er wünscht sich mehr Stabilität unter dem Korb, denn einer der Schwachpunkte in der vergangenen Saison sei die Innen-Verteidigung gewesen, gerade nach der Verletzung Lars Krögers. „Ich hoffe, dass wir mit Daniel Boahene einen zusätzlichen Verteidigungsanker gefunden haben“, sagt der Trainer. Zudem bringe er gute Möglichkeiten in der Offensive mit und sei eine gute Ergänzung zu Lars Kröger und dem Australier Nelson Kahler.

Auch Joachim Feimann spielt auf den Positionen Power Forward und Center. Der 23-jährige gebürtige Ostfriese ist 2,04 Meter groß, spielte 1. Regionalliga und zuletzt in der Nähe von Darmstadt in der 2. Regionalliga, zudem ist er im Sommer erfolgreich im Streetball unterwegs. Der Coach und das „super Umfeld“ hätten ihn nach Itzehoe gelockt, sagt Feimann. Er will sich weiterentwickeln und von der Local-Player-Regelung in der ProB profitieren, die die Chancen für junge deutsche Spieler erhöht. Doch Feimann weiß: „Ich muss mir die Spielzeit erkämpfen.“ Das betont auch Elzie, aber im Training habe der kräftige 23-Jährige mit guten Ansätzen überzeugt und verstärke bei den Eagles den Pool an Spielern mit einer Perspektive für die Zukunft. Hinzu komme: „Er hilft uns in vielerlei Hinsicht.“ Denn Feimann ist ausgebildeter Physiotherapeut und will nicht nur sportlich, sondern auch beruflich in der Region Fuß fassen. Ohnehin seien die Eagles in medizinischer Hinsicht gut versorgt, sagt der Cheftrainer. Doch es helfe, wenn im Training immer jemand mit einer solchen Ausbildung dabei sei.

 

(Itzehoe Eagles)

Donte Nicholas komplettiert den Kader der Kangaroos!

Ein Mentalitätsmonster komplettiert den Kader der Kangaroos für die Saison 2017/18. Mit Donte Nicholas verpflichten die Iserlohner einen erfahrenen Swingman für die Positionen zwei, drei und vier. Der 1,96 Meter große US-Amerikaner wechselt aus der British Basketball League (BBL) in die 2. Basketball-Bundesliga ProB.

„Ich hasse es noch mehr zu verlieren, als ich es liebe zu gewinnen“, sagt der 30-Jährige. Er sei ein Wettbewerber – auf und neben dem Platz. Und beschreibt seine Spielweise als „hoch intensiv“. „Die Intensität in meinem Spiel ist aus meiner Sicht eine meiner größten Stärken“, so Nicholas. Seine Trefferquoten sind mit knapp 50 Prozent aus dem Feld und rund 40 Prozent aus der Distanz aber ebenfalls nicht zu verachten. „Die Kangaroos-Fans dürfen sich auf einen Spieler freuen, der in jeder Sekunde auf dem Feld alles dafür tun wird, dass sein Team am Ende erfolgreich ist“, sagt Nicholas.

Doch bevor er sich mit persönlichen Zielsetzungen auseinandersetzt, hat etwas anderes absolute Priorität für den Flügelspieler. Die Teamchemie. „Eine gute Teamchemie ist die Basis, um überhaupt erfolgreich zusammenspielen zu können“, sagt Nicholas. Sobald der Groove stimmt, gibt es indes kein Halten mehr: „Meine Ziele mit Iserlohn sind simpel: Ich will alles gewinnen, was möglich ist. Ich weiß, dass das leichter gesagt als getan ist. Aber wenn du nicht erfolgreich sein willst, musst du gar nicht erst antreten.“

Die Kangaroos sind Nicholas‘ erste Station in Deutschland. Nach dem College (Metro State University, Denver/Fresno Pacific University, Kalifornien) verbrachte er eine Saison in der NBA D-League bei den Santa Cruz Warriors, dem Farmteam der Golden State Warriors, und den Rockville Victors (APBL), ehe es ihn nach Australien zog. Dort spielte er erst für die Ansett Blues und anschließend zwei Spielzeiten für die Albury Bandits, mit denen er im September 2015 die Eastern Conference der South East Australian Basketball League gewann.

Die vergangene Saison verbrachte der 30-Jährige bei den Plymouth Raiders, für die er im Schnitt 15,7 Punkte, 6,8 Rebounds und 3,2 Assists aufgelegt hat. Die Zahlen zeigen, wie vielseitig er ist. Und diese Vielseitigkeit unterstreicht auch Kangaroos-Coach Dragan Torbica: „Von Dontes Erfahrung in England und Australien können wir nur profitieren. Er ist sehr variabel einsetzbar, kann auf nahezu jeder Position spielen und Verantwortung übernehmen, wenn das Spiel auf der Kippe steht.“ Und Verantwortung will der 30-Jährige, der für Torbica ein absoluter Wunschspieler ist, übernehmen. Nicholas ist das letzte, noch fehlende Puzzleteil für eine erfolgreiche Saison der Kangaroos.

„Mit Donte haben wir nach Julian und Nikita unseren dritten Spieler, der sehr viel Erfahrung mitbringt. Ich bin begeistert, dass wir uns mit ihm einigen konnten. Und ich bin mir sicher, dass er einer der besten Spieler in der ProB sein wird“, sagt Kangaroos-Manager Michael Dahmen.

 

Das Team der Iserlohn Kangaroos für die Saison 2017/18 (inklusive Trikotnummern):

Sören Fritze (1), Gabriel de Oliveira (3), Simon Kutzschmar (4), Sharik Aboubakar (6), Joshua Dahmen (7), Henri Vaihinger (10), Erik Krumme (11), Julian Scott (12), Donte Nicholas (15), Nikita Khartchenkov (17), Viktor Ziring (21), Ruben Dahmen (22), Deion Giddens (50)

 

Staff: Dragan Torbica (Headcoach), Milos Stankovic (Assistant Coach), Michael Dahmen (Manager), Dr. Thomas Keienburg (Chefarzt), Roderich Brenne, Dr. Ludwin Ritter (Mannschaftsärzte)

 

(Iserlohn Kangaroos)

Vincent Kittmann kommt

Vincent Kittmann hat dem SC Rist seine Zusage für die kommende Saison in der 2. Basketball-Bundesliga ProB gegeben. Der 28 Jahre alte und 1,99 Meter große Flügelspieler trug bereits in der Saison 2007/08 das Wedeler Trikot – seinerzeit in der 1. Regionalliga unter Özhan Gürel: „Ich habe damals mit einigen Jungs zusammengespielt, die ganz interessante Karrieren hingelegt haben. Die Stimmung in der Halle war immer gut, ich freue mich, das bald wieder zu erleben“, sagt Kittmann – und natürlich sei ihm auch noch das harte Training à la Gürel gut erinnerlich, betont er. Kristof und Malte Schwarz etwa gehörten zu den angesprochenen früheren Mannschaftskollegen, beide schafften es später in die erste Liga. Auf Kittmanns Jahr in Wedel folgten ProB-Stationen in Osnabrück und Herten: Nach einer äußerst starken Saison 2011/12 wechselte er von Herten nach Paderborn in die ProA. 2014 ging er in die Heimat zurück und spielte zwei Jahre bei den Hamburg Towers.

„Er ist sehr variabel, kann die Positionen drei und vier spielen“, schätzt Christoph Roquette, Sportlicher Leiter der Rister, Kittmanns Qualitäten ein. Keinesfalls sei er ein Vertreter der Hau-Ruck-Brigade, sondern: „Er kriegt das meistens spielerisch und mit einer gewissen Ästhetik hin“, so der Sportchef. Kittmann sei ein Spieler, der Verantwortung übernehme und der dank seiner Spielintelligenz gute Lösungen für die herausfordernden Situationen finde, die sich auf dem Feld bieten. „Und seine Erfahrung wird helfen“, meint Roquette.

Er komme über die Energie und die Verteidigungsarbeit, „das werde ich sicher in der neuen Saison einbringen können“, sagt Kittmann, der ursprünglich aus der Jugend des Bramfelder SV stammt, neben seiner Basketballkarriere Sportmanagement studierte und mittlerweile im Bereich Online-Marketing beruflich tätig ist. Mit Steffen Kiese spielte er schon bei den Towers zusammen und auch sonst ist er über das Wedeler Basketball-Geschehen auf dem Laufenden: „Ich habe letztes Jahr viele Spiele in Wedel und im Livestream gesehen. Die Heimstärke ist mit den Fans im Rücken immer groß, ich glaube, da können wir gut drauf aufbauen“, so der Flügelspieler.

(SC Rist Wedel)

Kosta Karamatskos geht

Die Itzehoe Eagles spielen in der kommenden Saison in der 2. Basketball-Bundesliga ohne Kosta Karamatskos. Den 31-jährigen Aufbauspieler zieht es zurück in seine schwäbische Heimat, sein neuer Verein ist Regionalligist Schwenningen. In den drei Jahren bei den Eagles absolvierte er erfolgreich eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann und war von Beginn an eine zentrale Figur im Team, die größte Zeit davon als Kapitän. „Kostas Abschied ist aus sportlicher und auch menschlicher Sicht nur zu bedauern, er ist eines der Gesichter der Eagles“, sagt Teammanager Stefan Flocken. Doch in den Verhandlungen über einen neuen Vertrag sei man sich nicht einig geworden. „Wir danken Kosta sehr für seinen Einsatz für die Eagles und wünschen ihm alles Gute für die Zukunft. Er ist hier im Norden immer willkommen.“

 

 

(Itzehoe Eagles)

Robert Kulawick verlängert in Bernau

Der Bernauer Publikumsliebling Robert Kulawick wird weiter für die Lok auf Punktejagd gehen. Der 31-jährige Berliner wechselte vor einem Jahr vom Erstliga Club BG Göttingen zur Lok und spielte sich von Anfang an in die Herzen der Zuschauer. Auf und neben dem Spielfeld wusste der langjährige Bundesligaprofi zu überzeugen. Ohne Allüren aber mit jeder Menge Erfahrung war „Kulle“ Gold wert für das junge Team.

Der ausgewiesene Dreierschütze stand in der abgelaufenen Saison durchschnittlich 27 Minuten auf dem Parkett und erzielte im Schnitt 10,3 Punkte. Zudem steuerte Kulawick knapp 4 Rebounds und 2,1 Assists pro Spiel bei. Für Lok-Trainer René Schilling sind diese Zahlen aber eher nebensächlich, vielmehr betont er wie wichtig Robert Kulawick in seiner Rolle als Führungsspieler für die Mannschaft ist: „Ich freue mich, dass wir mit Kulle einen unserer Veteranen für eine weitere Saison halten können. Auf dem Feld ist er als aggressiver Verteidiger und guter Schütze ein wichtiger Bestandteil der Rotation. Neben dem Feld ist er ein sogenannter Glue Guy für uns. Jemand der durch seine jahrelange Erfahrung und kommunikative Art innerhalb des jungen Teams auf viele Fragen eine Antwort hat oder das ein oder andere Problem schnell zu lösen weiß.“

Robert Kulawick sieht seine Rolle im Team und die Ausrichtung der Mannschaft ähnlich: „Ich finde es toll, dass Bernau auf Kontinuität setzt und eine gesunde Mischung aus Erfahrung und junger Frische für die neue Saison zusammenstellt. Dafür ist natürlich auch Alba Berlin als Kooperationspartner enorm wichtig, damit man in allen Bereichen, auf und neben dem Spielfeld, professionelle Unterstützung erhält. So können sich junge Spieler in der ProB weiterentwickeln. Ich freue mich auf die neue Saison und hoffe weiterhin auf die sensationelle Unterstützung der treuen Lok Anhänger.“

Teammanager Thomas Schönhoff freut sich neben der sportlichen Entwicklung auch über die aktuellen Erfolge im Sponsoring: „Der SSV Lok Bernau blickt auf eine hervorragende Woche zurück. Erst konnten wir mit dem Unternehmen PolyLine Umwelttechnik aus Wandlitz einen weiteren Premiumpartner im Kreis der Sponsoren begrüßen. Jetzt folgt die erfolgreiche Vertragsverlängerung mit Robert Kulawick. So kann es gerne weitergehen!“

Der Lok Kader 2017/18: Jonas Böhm, Sebastian Fülle, James Milliken, Kresimir Nikic*, Dexter Werner, Robert Kulawick

 

*Doppellizenzspieler ALBA BERLIN

 

 

(LOK Bernau)

Keßen setzt Entwicklung bei EWE Baskets fort

Center ist mit Doppellizenz auch in der ProB einsetzbar

Die EWE Baskets Oldenburg arbeiten weiter an ihrem Kader für die kommende Saison. Mit Marcel Keßen verlängerte nun ein weiteres großes Talent für die kommenden zwei Jahre in Oldenburg.

Auch in den kommenden beiden Spielzeiten dürfen die EWE Baskets Oldenburg und die Baskets Akademie Weser-Ems auf eines der größten Talente des Jahrgangs 1997 setzen. Marcel Keßen, der im Winter nach Oldenburg gewechselt war, entschied sich seine sportliche Entwicklung an der Hunte fortzusetzen und spielt mit einer Doppellizenz auch für das ProB-Team der Baskets Akademie Weser-Ems.

Nachdem Phoenix Hagen Insolvenz hatte anmelden müssen, wechselte Keßen, der als Center und Forward einsetzbar ist, zur Baskets Akademie Weser-Ems. Keßen erzielte in den verbliebenen 12 Partien in der ProB 11,3 Punkte und 4,9 Rebounds im Schnitt.

In Hagen hatte Keßen allerdings zuvor bereits einige Erfahrung in der BBL gesammelt. 25 Partien absolvierte der 20-Jährige bisher in der Bundesliga, erzielte in der vergangenen Saison 5,2 Punkte im Schnitt. „Marcel hat das Potenzial in der BBL als Power Forward und Center zu spielen. In den kommenden zwei Jahren wollen wir ihn in unseren Kader integrieren“, deutet Srdjan Klaric die Zielrichtung an.

Keßen, der nur wegen einer Muskelverletzung nicht im bei der Europameisterschaft erfolgreichen U20-Nationalteam steht, sieht Oldenburg als den richtigen Standort für seine Entwicklung: „Die EWE Baskets bieten für mich die perfekte Situation. Das ganze Umfeld passt, dazu helfen das Athletiktraining und die Arbeit mit dem BBL-Team in meiner Entwicklung sehr. In der nächsten Saison möchte ich in der ProB als Leistungsträger Verantwortung übernehmen, mich weiter verbessern und mir einige Chancen in der BBL erarbeiten. Das System hier passt, um mich in der BBL zu etablieren, ich freue mich darauf.“

(Baskets Akademie Weser-Ems / Oldenburger TB)

Kevin Wohlrath verstärkt ProB-Team

Flügelspieler kommt von Lok Bernau

Die Planungen für die kommende Saison in der ProB schreiten voran. Mit Kevin Wohlrath sichert sich die Baskets Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB Verstärkung auf der kleinen Flügelposition.

Spieler entwickeln und für den nächsten Schritt als professioneller Basketballer vorbereiten, diese Aufgabe erfüllt die Baskets Akademie Weser-Ems seit vielen Jahren erfolgreich. Auch nach der starken vergangenen Spielzeit gelang mit Lucien Schmikale nun einem Spieler der Sprung in die ProA.

Die entstandene Lücke konnte nun mit der Verpflichtung eines Talents von Ligakonkurrent Lok Bernau geschlossen werden. Mauricio Parra, der in seiner Zeit in Berlin mit Kevin Wohlrath gearbeitet hatte, machte die Verantwortlichen auf den Flügelspieler aufmerksam und sieht in ihm großes Potenzial: „Kevin wurde während meiner Zeit in Berlin der Sprung in die BBL zugetraut, er stand bereits im erweiterten Kader. Eine Verletzung hat sicher dazu beigetragen, dass diese Entwicklung gestoppt wurde. Mit seiner Kombination aus Athletik, Zug zum Korb und Verteidigung sehe ich aber immer noch großes Potenzial in ihm.“

In einem gemeinsamen Probetraining überzeugte Wohlrath, der in der vergangenen Saison 18 Spiele für Bernau absolvierte und dabei 4,4 Punkte im Schnitt erzielte, dann auch den sportlichen Leiter Srdjan Klaric und Headcoach Artur Gacaev. „Kevin hat im Tryout überzeugt. Seine Einstellung, Schnelligkeit und auch der Wille hart zu verteidigen werden uns in der kommenden Saison helfen“, formuliert Gacaev die Wünsche an den Neuzugang.

Wohlrath freut sich auf den Neustart in Oldenburg: „Ich freue mich sehr ein Teil der Baskets Akademie Weser-Ems und des jungen Teams zu sein. Daher werde ich alles geben, um der Mannschaft in vielen Bereichen zu helfen.“

(Baskets Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB)

Sharik Aboubakar arbeitet sich in ProB-Team

Harte Arbeit zahlt sich aus! Sharik Aboubakar hat sich als Perspektivspieler der Iserlohn Kangaroos bewiesen – und wird in der neuen Saison auch Minuten im ProB-Team sehen. Allein das Training mit dem Zweitliga-Team habe großen Einfluss auf seine sportliche Entwicklung gehabt, sagt der 19-Jährige.

„Im vergangenen Jahr habe ich gelernt, was es heißt, auf Profi-Level zu trainieren“, sagt Sharik Aboubakar. Und das Lernen war nicht immer angenehm. Vor allem in der Defense. „Man lernt viel, wenn man Tommy Reuter verteidigen muss. Eine gute, aber mitunter auch harte Schule“, so der Dortmunder Junge, der in 2016/17 im Oberliga-Team der Kangaroos zum Einsatz gekommen ist. Sein Anspruch war und ist es, dass im Training Fünf gegen Fünf gespielt werden kann. Entsprechend wichtig war ihm, dass er sich schnell an das Niveau im ProB-Team heranarbeiten konnte. „Viereinhalb gegen Fünf zu spielen, und der zu sein, der konstant das Missmatch für seinen Gegenspieler ist, war für mich keine Option. Aber es ist schon ein riesiger Qualitätssprung zwischen Oberliga und ProB“, so Aboubakar.

Besonders beeindruckend im jungen Team der Kangaroos findet er den Spirit der Spieler. „Alle wollen besser werden, weiterkommen und hängen sich in jedem Training voll rein. Entsprechend groß ist die Konkurrenz“, so der Small Forward. Dass er von den etablierten Spielern keine Gnade erwarten darf, zeigt ihm aktuell auch immer wieder Nikita Khartchenkov: „Ein wirklich krasser Spieler, von dessen Erfahrung jeder von uns jungen Spielern nur profitieren kann.“

Mit Headcoach Dragan Torbica hat er bereits in der Oberliga zusammengearbeitet. „Im ProB-Team ist er noch fordernder. Er erwartet wirklich viel uns, macht aber auch jeden mit jedem Training und Gespräch zu einem besseren Spieler“, sagt der Maschinenbau-Student. Zudem motiviere Torbica das Team durch seinen Siegeswillen. Und seine Art, den Weg zum Erfolg zu beschreiten.

„Sharik hat sich wirklich sehr gut entwickelt. Im Training mit dem Profi-Kader hat er sich schnell zurechtgefunden und in den letzten Monaten angedeutet, welches Potenzial in ihm schlummert. Er hat die richtige Arbeitseinstellung und wird in der neuen Saison – wenn er weiter so an sich arbeitet – auch vermehrt ProB-Luft schnuppern“, sagt Kangaroos-Manager Michael Dahmen.

 

 

(Iserlohn Kangaroos)