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Enosch Wolf verlässt Hamburg Towers

Enosch Wolf verlässt die Hamburg Towers. Nach zwei Jahren in Wilhelmsburg wird der Big Man in der kommenden Saison für den künftigen Zweitliga-Konkurrenten WALTER Tigers Tübingen auflaufen.

„Der Abschied fällt mir nicht leicht. Daher möchte ich mich bei allen bedanken, die mit den Hamburg Towers in Verbindung stehen: bei meinen Mitspielern, den Trainern, ganz besonders den Fans und sämtlichen Unterstützern. Ein spezieller Dank geht an Marvin Willoughby und Jan Fischer, die mir das Vertrauen geschenkt und dafür gesorgt haben, dass ich mich hier extrem wohlgefühlt habe. Hamburg war die erste Station in meiner Profikarriere, die für mich zu einer zweiten Heimat geworden ist. Hier habe ich viele tolle Menschen, unter anderem meine Freundin Shirin, kennengelernt, weswegen ich der Stadt weiterhin verbunden sein werde. Manchmal ergeben sich im Leben Chancen, zu denen man nicht nein sagen kann. Abgesehen von den beiden Spielen gegen Tübingen wünsche ich den Hamburg Towers sportlichen Erfolg und freue mich schon sehr auf das Wiedersehen in der edel-optics.de Arena“, sagt Wolf.

„Enosch war immer ein vorbildlicher Profi und vor allem menschlich ein ganz feiner Kerl. Er hat uns in den zwei Jahren viel gegeben, seine Emotionalität war mitreißend. Es ist schade, dass wir uns nicht auf eine Fortführung unserer Zusammenarbeit einigen konnten. Jedoch ist es verständlich, wenn sich ein Spieler für ein derart langfristiges und vielfach besser dotiertes Angebot wie das aus Tübingen entscheidet. Dennoch wünschen wir ihm selbstverständlich alles Gute für seine Zukunft. Enosch stehen die Türen bei uns zu jeder Zeit offen“, betont Towers-Geschäftsführer und -Sportdirektor Marvin Willoughby.

Während seiner Zeit in Hamburg hat sich Wolf schnell zu einem der Publikumslieblinge entwickelt. Der 27-Jährige war durch seine unterstützende, leidenschaftliche Art innerhalb der Mannschaft und bei den Zuschauern extrem beliebt. Aber auch auf dem Feld war der in Ludwigsburg geborene und in Göttingen aufgewachsene Linkshänder einer der Eckpfeiler. Offensiv überzeugte der 2,15-Meter-Mann, der 2011 mit den UConn Huskies die College-Meisterschaft gewann, mit seiner Variabilität, die es ihm erlaubt, sowohl die Center- als auch die Power-Forward-Position zu bekleiden. Der Vereinsrekord von fünf Blocks in einem Spiel spricht Bände über seine Qualitäten in der Verteidigung. Vergangene Spielzeit erzielte Wolf durchschnittlich 6,7 Punkte und 4,8 Rebounds für die Towers.

 

(Hamburg Towers)

Der erste Neuzugang ist gefunden! Elijah Allen kommt aus Kirchheim

Der erste Neuzugang für die neue Spielzeit 2018/2019 ist gefunden: Mit Elijah Allen wechselt ein variabler Forward vom Zweitliga-Mitstreiter Kirchheim Knights zu den WALTER Tigers Tübingen. Allen, seit 2016 im Besitz der deutschen Staatsbürgerschaft, hat bei den Raubkatzen einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieben.

Geballte Deutschland-Erfahrung

In der unlängst beendeten Saison 2017/2018 ging der 28-Jährige wie erwähnt für Kirchheim auf Korbjagd. Mit den Knights scheiterte Allen nur hauchdünn aufgrund eines Dreiervergleichs an den Playoffs und beendete die Runde auf dem neunten Rang. Für die Ritter stand der Combo-Forward, der sich auf der Position des Power Forwards am wohlsten fühlt, in allen 30 Partien auf dem Parkett und erzielte dabei durchschnittlich 9,8 Punkte, 5,0 Rebounds und 1,6 Assists. Allen ist zwar „nur“ 1,94 Meter groß, doch bringt stolze 100 Kilogramm auf die Waage und gilt als sehr physischer Spieler, wie Tigers-Cheftrainer Aleksandar Nadjfeji erklärt: „Allen ist ein „undersized“ Power Forward, der aber auch problemlos als Small Forward spielen kann. Er trifft den Dreier gut, aber auch sein Zug zum Korb ist aggressiv und effektiv.“ Mit einer Trefferquote von 40 Prozent von jenseits der 6,75-Meter-Linie hat sich der aus Columbus, Ohio/USA stammende Deutsch-Amerikaner in der abgelaufenen Saison einmal mehr als sicherer Distanzschütze bewiesen. Dass Allen über großen Kampfgeist verfügt, zeigt nicht zuletzt, dass er sich innerhalb von wenigen Jahren von der Regionalliga bis in die BARMER 2. Basketball-Bundesliga hochgearbeitet hat. Insgesamt ist der Forward seit 2012 in Deutschland aktiv und lief dabei bereits für die Gießen Pointers, die Licher BasketBären und während der Aufstiegssaison in die easyCredit BBL für die Rockets aus Gotha/Erfurt auf.

Ein echter Teamplayer

Emotionen und eine verschworene Einheit – Begriffe, die bei den WALTER Tigers Tübingen in der Abstiegssaison schmerzlich vermisst wurden. Umso besser, dass mit Allen nun ein Spieler an Land gezogen wurde, der als sehr emotional gilt und stets als guter Teamkollege gelobt wird. Für Nadjfeji wichtige Faktoren bei der Verpflichtung des 28-Jährigen: „Mit seinen Emotionen wird Allen auch neben seinen sportlichen Fähigkeiten sehr wichtig für uns sein. Er macht alles für das Team und ist ein echter Teamplayer.“ Auch für die defensiven Fertigkeiten seines Neuzugangs findet der 41-Jährige lobende Worte: „Als beweglicher „undersized“ Power Forward ist Allen sehr gut darin, nach dem Switchen im Pick-and-Roll den Guard zu übernehmen.“

Auch der Protagonist selbst meldete sich in einem ersten kurzen Statement zu Wort:

„Ich freue mich sehr, für Tübingen zu spielen. Über den Club und Head Coach Nadjfeji habe ich viel Positives gehört. Am liebsten würde ich gleich losgehen und anfangen, mit dem Team Spiele zu gewinnen.“

Zur Person:

Elijah Gabriel Allen wurde am 18. September 1989 in Columbus, Ohio/USA geboren. Nachdem er die St. Francis DeSales High School in seiner Heimatstadt besucht hatte, studierte Allen an der Northwest Missouri State University. An seiner High School ist er noch heute bester Punktesammler aller Zeiten. 2012 wagte der Forward den Sprung über den großen Teich und startete seine Profi-Karriere bei den Gießen Pointers in der Regionalliga. Über die nächsten Stationen Licher BasketBären in der ProB, wo Allen zwei Jahre verweilte, empfahl er sich für die Rockets in der ProA. In derselben Spielklasse ging der 1,94-Meter-Mann zuletzt ein Jahr lang für die Kirchheim Knights auf Korbjagd. Allens Frau Maria ist Deutsche, das Paar hat zwei Kinder.

 

(WALTER Tigers Tübingen)