Polnisch-Amerikanischer Pointguard kommt

Die NINERS haben einen neuen Spielmacher! Künftig wird Andrzej „Andy“ Mazurczak die Strippen im Chemnitzer Aufbau ziehen und als verlängerter Arm von Cheftrainer Rodrigo Pastore fungieren. Der 23- jährige US-Boy mit polnischen Wurzeln kommt vom griechischen Zweitligisten EK Kavala und unterschrieb bei Sachsens besten Korbjägern einen Vertrag für die kommende Saison. „Andy besticht mit seiner starken Ballbehandlung, einem sehr guten Auge und hohem Basketball-IQ. Zudem kann er aus sämtlichen Lagen scoren und allem voran brennt Andy darauf, hier den nächsten Schritt in seiner Karriere zu machen. Damit hat er genau jene Qualitäten, nach denen wir für diese wichtige Position gesucht haben und wir sind guter Dinge, dass er die NINERS erfolgreich anführen kann“, ist Pastore vom Potenzial des Neuzugangs überzeugt.

Mazurczaks Eltern, die aus den polnischen Großstädten Bydgoszcz und Gliwice stammen, wanderten 1992 in die USA aus. Ein Jahr später erblickte Andy in Norridge, Illinois, nahe Chicago das Licht der Welt und machte später im Basketballteam der Ridgewood-Highschool erstmals von sich reden. Daraufhin erhielt der quirlige Wirbelwind ein Stipendium an der Wisconsin-Parkside-Universität, für die Mazurczak von 2012 bis 2016 in der NCAA Division 2 auf Korbjagd ging. Während dieser Zeit bestritt der 1.88 Meter große und 84 Kilogramm schwere Pointguard alle 121 Pflichtspiele der Rangers, stand bis auf eine Ausnahme stets in der Startaufstellung und durchschnittlich 32 Minuten auf dem Feld. Dabei kam er über seine komplette CollegeKarriere hinweg auf 12.8 Punkte, 3.7 Assists, 3.6 Rebounds sowie 1.1 Steals pro Partie und legte respektable Wurfquoten von 57 Prozent aus dem Zweierbereich, 35 Prozent Dreier und 84 Prozent von der Freiwurflinie an den Tag. „Gerade seine Vielseitigkeit kann ihn sehr wertvoll für uns machen“, betont Pastore.

Nach dem Abschluss seiner Universitätslaufbahn wagte Mazurczak 2016 den Einstieg ins Profigeschäft und den Sprung nach Europa. Dort landete er beim griechischen Zweitligisten EK Kavala, für den er letzte Saison 32 mal als Starter auflief und dabei im Schnitt 12.9 Punkte, 4.6 Assists, 4.0 Rebounds, 1.5 Assists sowie weiterhin beeindruckende Wurfquoten von 51, 43 und 83 Prozent verzeichnete. Bereits einige Wochen vor seinem Engagement am Thrakischen Meer schnupperte der spielintelligente Guard erstmals europäische Basketballluft, als ihn der frühere Chemnitzer Cheftrainer Mike Taylor zum Sommerlehrgang der polnischen Nationalmannschaft einlud. Zwar unterbrach damals eine Verletzung sein Intermezzo, doch Taylor erinnerte sich auch diesen Sommer wieder an Mazurczak, der deshalb momentan erneut mit seiner Landesauswahl trainiert und bestenfalls am Freitag gegen Tschechien sogar zu seinem ersten Länderspiel kommen könnte. „Damit würde ein Traum in Erfüllung gehen, denn der größte Teil meiner Familie lebt heute noch in Polen und ich möchte unbedingt einmal für das Nationalteam meines Herkunftslandes spielen“, verrät Mazurczak.

Der Sprung in Polens endgültiges Aufgebot für die am 31. August beginnende Basketballeuropameisterschaft scheint diesen Sommer zwar noch etwas zu groß, aber das tägliche Training mit Pointguards wie AJ Slaughter vom französischen Vizemeister Straßburg oder Lukas Koszarek sowie Filip Matczak vom polnischen Champion Stelmet Zilona Gora können Mazurczak weiter voranbringen. Nicht zuletzt war es deren Nationaltrainer Mike Taylor, welcher letztlich den Weg des jungen Aufbauspielers nach Chemnitz ebnete. „Als sich die NINERS für mich interessierten, fragte ich Coach Taylor, der mir wärmstens empfahl, hier her zu wechseln. Sein gutes Urteil über den Verein bestätigte sich bei meinen Gesprächen mit Rodrigo Pastore sowie Geschäftsführer Steffen Herhold, weshalb ich mich schon sehr darauf freue, bald ein Teil der ‚Orange Army‘ zu sein!“

 

(NINERS Chemnitz)

Hamburg Towers verpflichten US-Amerikaner Greg Logins

Die Hamburg Towers verpflichten den US-Amerikaner Gregory Mark Logins Jr. Der 29-jährige Power Forward ist nach den Verpflichtungen von Jonathon Williams und Hrvoje Kovacevic der dritte Neuzugang der Hamburger für die Saison 2016/17. Den deutschen Basketball-Fans ist Logins vor allem aus seiner ProA-Zeit bei den NINERS Chemnitz bekannt. In der Saison 2015/16 kam er bei den NINERS auf einen Punkteschnitt von 12,3 und durchschnittlich auf 8,3 Rebounds. Als Stammspieler war der 2,03 Meter große US-Amerikaner mit dafür verantwortlich, dass die Chemnitzer die Playoffs erreichen konnten.

Für Logins ist die bevorstehende Saison mit den Hamburg Towers das bereits siebte Jahr im professionellen Herrenbasketball. Nach vier Jahren am Canisius College (NCAA), heuerte Logins 2011 erstmals im Ausland an. Einem kurzen Engagement bei Barreteros de Zacatecas (Mexiko) folgte noch während der Saison der Wechsel nach Marokko zu RST Tanger. Ein halbes Jahr später entschloss sich der Forward für ein zweijähriges Engagement beim finnischen Erstligisten Lapeenranta. Dort machte der gebürtige New Yorker mit durchschnittlich 16,4 Punkten und 7,8 Rebounds in 89 Einsätzen auf sich aufmerksam, ehe es ihn weiter in die japanische BJ-League zu Rizing Fukuoaka zog. Zum Ende der Saison kehrte er noch einmal nach Finnland zurück, wo er für die letzten zehn Saisonspiele beim finnischen Erstligisten Tapiolan Honka anheuerte. Zuletzt war Logins bei dem israelischen Verein Ramat Hasharon, dem argetinischen Erstligisten Ciclista Olympico La Banda und Annekoski Huima aus Finnland aktiv. Für die Israelis stand er durchschnittlich 32 Minuten auf dem Parkett, erzielte im Schnitt 11,3 Punkte und holte pro Partie 8,2 Rebounds. Die Engagements in Argentinien und Finnland waren nur von kurzer Dauer.

Nun geht es für den Globetrotter nach Norddeutschland in die 2. Basketball-Bundesliga zurück. Greg Logins freut sich auf die neue Herausforderung: „Ich bin sehr froh, dass es mit dem Wechsel zu den Hamburg Towers geklappt hat. Der Verein hat sich schon seit langer Zeit um mich bemüht und in den Gesprächen mit Marvin und Hamed hatte ich sehr schnell ein gutes Gefühl. Mit meiner Erfahrung aus sieben Jahren Profi-Basketball auf der ganzen Welt bin ich davon überzeugt, dass ich dem Team weiterhelfen kann und wir gemeinsam eine Menge erreichen können.“

Und auch Marvin Willoughby, Sportlicher Leiter der Hamburg Towers, zeigt sich sehr zufrieden, dass es mit der Verpflichtung Logins nun endlich geklappt hat: „Seit seiner Zeit in Chemnitz waren wir schon an Greg interessiert. Umso glücklicher sind wir, dass der Wechsel jetzt endlich geklappt hat. Greg ist flexibel einsetzbar, hat eine sehr gute Athletik und besticht mit einer guten 3-Punkte-Quote. Wir glauben, dass er mit seiner Art Basketball zu spielen sehr gut in unser Team passt.“

Kurzportrait

Gregory Mark Logins Jr.

Geboren am 16. März 1988

Nationalität: Amerikanisch

Größe: 2,01 Meter

Position: Power Forward

2011 – Barreteros de Zacatecas (Mexiko)

2012 – RST Tanger (Marokko)

2012-2014 – Lappeenranta (Finnland)

2014-2015 – Rizing Fukuoka (Japan)

2015 – Tapiolan Honka (Finnland)

2015-2016 – Chemnitz Niners

2016-2017 – Ramat Hasharon (Israel)

2017 – Olimpico La Banda (Argentinien)

2017 – Annekoski Huima (Finnland)

Bisheriger Kader der Hamburg Towers: Lars Kamp (D / Shooting Guard), Anthony Canty (D / Point Guard), René Kindzeka (D / Point Guard), Hrvoje Kovacevic (Kroatien/ Shooting Guard, Point Guard), Jonathon Williams (USA / Forward), Enosch Wolf (D / Power Forward, Center), Stefan Schmidt (D / Center), Justin Raffington (D / Center), Marius Behr (D / Forward), Osaro Jürgen Rich Igbineweka (D / Point Guard), Greg Logins (USA / Power Forward)

(Hamburg Towers)

DaVonte Lacy zu den Steeples

DaVonte Lacy, ein Name, den sich Fans der 2. Basketball-Bundesliga ProA merken müssen. Denn mit dem US-Amerikaner kommt ein Spieler zum Team Ehingen Urspring, der nicht nur Erfahrung im europäischen Wettbewerb EuropeCup hat, sondern 2015 auch in der NBA-Summer-League für die Indiana Pacers auflief und sich dabei mit den Top-Nachwuchstalenten der Welt gemessen hatte.

Bereits auf dem College wusste der Aufbauspieler Lacy zu überzeugen. In seinen vier Jahren für die Washington State startete er in der ersten College-Liga (NCAA) und gehörte stets zu den wichtigsten Säulen seines Teams. In seinem Abschlussjahr kam der „Scharfschütze“ in 31 Partien auf durchschnittlich 16,9 Punkte, 2,6 Rebounds und 2,1 Assists. In dieser Zeit wurde er an dem renommierten College nicht nur zum fünftbesten Punktesammler aller Zeiten, sondern ist mit 243 Dreiern auch der Rekordhalter seiner Schule. Dieser Umstand ist umso erstaunlicher, da er auf dem gleichen College war, wie der zweimalige NBA-Champion Klay Thompson, der derzeit zu den besten Dreierschützen in der amerikanischen Profiliga zählt. Durch diese Werte machte er gleich mehrere Scouts aus der NBA auch auf sich aufmerksam. So startete er auch 2015 in der Summer League für die Indiana Pacers, wo er in vier Spielen auf durchschnittlich 20 Minuten Einsatzzeit kam.

Nach seiner Zeit in Amerika verpflichtete ihn der österreichische Meister Güssing Knights, für die er durchschnittlich 10,9 Punkte und 2,4 Assists erzielte. Neben der Liga lief Lacy für die Österreicher auch im internationalen Wettbewerb EuropeCup auf und kam dort in elf Partien auf 7,4 Punkte. Nach seiner Zeit in Güssing wechselte er zum Ligakonkurrenten BC Hallmann Vienna.

Nun geht es für Lacy, der bereits ein wenig deutsch spricht, in die 2. Basketball-Bundesliga ProA. „Das ist definitiv ein Transferhammer“, freut sich Trainer Domenik Reinboth. „Es gibt viele Spieler, die mit ähnlichen Statistiken nun in der NBA spielen, aber Davonte hatte sich nach dem College für den Weg nach Europa entschieden.“ Zu euphorisch will der Trainer aber nicht sein: „Papier ist geduldig, wir müssen erst schauen, ob er auch das bringt, was er verspricht.“

Aber nicht nur Reinboth freut sich auf seinen neuen Schützling, sondern Lacy auch auf seine neue Heimat. „Ich freue mich, in der kommenden Saison in Ehingen zu spielen“, sagt Lacy. Der bescheidene US-Amerikaner will in seiner Zeit bei den Steeples versuchen, das Team besser zu machen und seine Mitspieler gut in Szene zu setzen. Aber auch selbst will er in Ehingen den nächsten Schritt machen. „Ich habe hier viele Möglichkeiten, mich weiterzuentwickeln und das war auch der Grund, warum ich mich für die Steeples entschieden habe“, so der Aufbauspieler.

(TEAM EHINGEN URSPRING)

Schmitt und Hintz nicht mehr Bestandteil des Profi-Kaders

Rund vier Wochen vor dem Trainingsauftakt haben die MLP Academics Heidelberg weitere Ergebnisse in der Personalplanung für die Saison 2017/2018 zu verkünden: Während Constantin Schmitt zum Studium nach München geht, wird Morris Hintz dem Verein erhalten bleiben – allerdings in einer anderen Rolle.

Trainingsfleiß, tagtäglicher Einsatz und eine große Leidenschaft: Unter anderem diese drei Dinge warfen Morris Hintz und Constantin Schmitt in der vergangenen Spielzeit in die Waagschale. Obwohl ihre Rolle(n) auf dem ProA-Parkett und in der öffentlichen Wahrnehmung eher gering wirkten, waren beide Akteure ein wichtiger und beliebter Bestandteil des Teams. Sowohl der 21-jährige Hintz als auch der 22 Monate jüngere Schmitt werden in der kommenden Saison jedoch nicht den weiß-blauen Dress der MLP Academics tragen. Beide legen den Fokus auf ihre akademische Laufbahn.

Hintz, welcher seit zwei Jahren in Mannheim Energietechnik studiert und seit 14 Jahren für den USC Heidelberg aufläuft, wird dem Verein auch weiterhin erhalten bleiben. Der Shooting Guard läuft in der kommenden Saison in der 2. Regionalliga für den USC Heidelberg II auf. In der letzten Spielzeit kam er, bis zu seiner Verletzung, in der Regionalliga durchschnittlich auf 14.7 Punkte.

Schmitt, der im letzten Jahr einen Freiwilligendienst ableistete, hat seinen Wunschstudienplatz ergattert: Er geht für das Medizin-Studium an die LMU München. Auch er lief in der vergangenen Saison sowohl in der ProA als auch in der Regionalliga auf. Während Schmitt in der 2. Basketball-Bundesliga lediglich auf acht Kurzeinsätze kam, war der Forward in der Regionalliga eine tragende Säule – und erzielte durchschnittlich 11.7 Punkte.

Manager Matthias Lautenschläger, welcher die beiden freiwerdenden Kaderplätze erneut an jüngere Spieler vergeben will, ist sich bewusst, dass die Entscheidung pro Studium keinesfalls eine gegen die MLP Academics ist: „Conni hat seine Pläne immer offen und fair kommuniziert. Deshalb betrachten wir es mit einem lachenden und einem weinenden Auge, dass er nach München geht. Sofern er aber wieder in die Kurpfalz zurückkommt, werden wir ihn mit offenen Armen empfangen. Die Tür für ihn ist immer offen.“

 

(MLP Academics Heidelberg)

ProA-Kader bekommt Konturen – LIONS stellen nächsten Wunschspieler vor

Die PS Karlsruhe LIONS sind auf der Suche nach einem Power Forward fündig geworden. Der 25jährige Jarelle Reischel verstärkt in der kommenden Saison das Team des ProA-Aufsteigers. Der Flügelspieler kommt direkt aus den USA, wo er zuletzt in der D-League, der Ausbildungsliga der NBA, aktiv war. Davor spielte er im NCAA1-Team der Westchester Knicks, die das Farmteam der legendären New York Knicks bilden. Als Topscorer seiner Mannschaft empfahl er sich für höhere Aufgaben und steigt nun ins deutsche Profigeschäft ein. Denn ebenso wie der kürzlich bei den LIONS vorgestellte Roland Nyama ist Reischel gebürtiger Frankfurter mit deutschem Pass und kennt seinen neuen Teamkollegen bereits aus der Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL), wo beide für Eintracht Frankfurt aufgelaufen sind. Der Neu-Karlsruher legte damals einen Senkrechtstart hin und schaffte es bis in die deutsche U16-, U18- und U20-Nationalmannschaft, bevor er nach Amerika ging. Mit Jarelle Reichel hat ein absoluter Wunschspieler den Weg an den Oberrhein gefunden, der das Löwenrudel entscheidend verstärken könnte.

 

(PS Karlsruhe LIONS)

Armani Cotton ist das fehlende Puzzleteil

Mit der Verpflichtung eines vierten Importspielers haben die Uni Baskets Paderborn ihren Kader für die neue Saison vervollständigt. Für die Positionen drei und vier kommt der 2,01m große US-Amerikaner Armani Cotton an die Pader. „Armani ist ein sehr intelligenter Spieler, der viel Energie bringt“, so Head Coach Uli Naechster.

Der in New York geborene Cotton absolvierte die vollen vier Jahre am College in Yale. Nach seiner Freshman-Saison, in der der ehemalige Paderborner Guard Reggie Willhite sein Teamkollege war, etablierte sich der Forward als Starter im Team der Bulldogs. In allen drei verbleibenden Saisons spielte der 25-jährige eine wichtige Rolle im Kader, legte stets zwischen sechs und acht Punkten pro Spiel auf und zeigte sich mit durchschnittlich über fünf Rebounds als guter Arbeiter am Brett. Im letzten Jahr lief Cotton für die Stella Artois Leuven Bears in der ersten belgischen Liga auf.

Naechster zeigt sich von den Qualitäten der neuesten Verpflichtung überzeugt: „Armani kann mehrere Positionen verteidigen und ist ein sehr aktiver Rebounder. Auch im Angriff kann er sehr variabel eingesetzt werden. Mit ihm haben wir das fehlende Puzzleteil gefunden.“

Cotton bekleidet damit künftig die Position, die in den vergangenen zwei Jahren Nick Tufegdzich inne hatte. Der Kanadier wird im kommenden Jahr für die ETB Wohnbau Baskets Essen in der ProB auflaufen. Die Uni Baskets wünschen Nick alles Gute und freuen sich auf das schnelle Wiedersehen beim Testspiel am 3. September.

Der gesamte Kader der Uni Baskets 17/18: Devonte Brown (G / USA), Maxi Kuhle (G / D), Dominik Wolf (G / D), Luca Kahl (G / D), Fritz Hemschemeier (G / D), Jan-Philip Dübbelde (G / D), Thomas Cooper (G,F / USA), Armani Cotton (F / USA), Phillip Daubner (F / D), Melvin Jostmann (F / D), Miles Osei (F / D) Georg Voigtmann (F,C / D), Morgan Grim (C / USA), Ivan Buntic (C / D)

 

 

(Uni Baskets Paderborn)

Hamburg Towers verlängern mit Marius Behr

Die Hamburg Towers haben den Vertrag mit Marius Behr verlängert. Wie schon in der letzten Spielzeit wird Behr mit einer Doppellizenz ausgestattet und ist somit auch für den Kooperationspartner der Hamburg Towers, den SC Rist Wedel, spielberechtigt.

Der 1,97 Meter große Forward stand in der Saison 2016/2017 13 Mal im Towers-Kader und kam dabei auf sechs Einsätze. Für den SC Rist Wedel lief der Forward insgesamt 22 Mal auf und stand durchschnittlich 12 Minuten auf dem Parkett. Darauf aufbauend will Marius Behr in der kommenden Saison weitere Erfahrungen sammeln und den nächsten Schritt in seiner Entwicklung machen.

Der heute Zwanzigjährige zog im Alter von 15 Jahren ins Basketball-Internat der Eisbären Bremerhaven ein, wo er sich sowohl im JBBL-, als auch im NBBL-Team zu einem wichtigen Pfeiler etablierte. In der Spielzeit 2015/16 gelang ihm sogar erstmals der Sprung in den Bundesliga-Kader der Eisbären. Seinen ersten BBL-Einsatz konnte der Jungspund ausgerechnet im Derby gegen die EWE Baskets Oldenburg verbuchen. Gleichzeitig stand er für den Kooperationspartner die BSG Bremerhaven 15 Mal auf dem Parkett. 2016 folgte schließlich der Wechsel nach Hamburg.

Der 20-jährige, der parallel zum Basketball beim Towers-Partner Imvest einem dualen Studium nachgeht, blickt mit großer Vorfreude und Ehrgeiz auf die neue Saison: „Mein größter Dank gilt meinen Trainern, den Verantwortlichen beider Vereine und allen Akteuren hinter den Kulissen, die mir die Möglichkeit geben, Basketball, Studium und Arbeit zu vereinen. Sportlich möchte ich weiterhin große Schritte nach vorne machen und freue mich, vor den besten Fans der Liga zu spielen und als Team zu siegen“, so Behr.

Marvin Willoughby, sportlicher Leiter der Hamburg Towers, schätzt die Qualitäten Behrs und sieht ihn auf einem guten Weg. „Wir sind sehr froh über die Entwicklungsschritte, die Marius in der letzten Saison bereits gegangen ist. Er soll dort anknüpfen und sich zu einem wichtigen Rotationsspieler entwickeln“, so Willoughby.

Bisheriger Kader der Hamburg Towers: Lars Kamp (D / Shooting Guard), Anthony Canty (D / Point Guard), René Kindzeka (D / Point Guard), Hrvoje Kovacevic (Kroate / Shooting Guard, Point Guard), Jonathon Williams (USA / Forward), Enosch Wolf (D / Power Forward, Center), Stefan Schmidt (D / Center), Justin Raffington (D / Center), Marius Behr (D / Forward)

 

 

(Hamburg Towers)

Der Vorbereitungsplan der Hamburg Towers steht

Am 1. August 2017 beginnt die Vorbereitung der Hamburg Towers auf die Saison 2017/18 in der 2. Basketball-Bundesliga. In acht intensiven Trainingswochen warten auf die Towers bis zu zwei Trainingseinheiten täglich, sowie sieben öffentliche und nicht-öffentliche Vorbereitungsspiele. Los geht es am Freitag, den 18. August in Dänemark: Im Rahmen des Aarhus Sport Tailgate 2017 reisen die Hamburg Towers nach Aarhus und treffen dort auf den dänischen Rekordmeister Bakken Bears. Hinter den Dänen liegt eine erfolgreiche Saison inklusive dem Gewinn der dänischen Meisterschaft und der erneuten Qualifikation für die Basketball Champions League, sodass das die Partie in Dänemark gleich eine Menge Spannung verspricht. Parallel dazu wird in Aarhus ein Jugendturnier ausgetragen, bei dem das NBBL-Team der Piraten Hamburg ebenfalls an den Start gehen wird.

Freier Eintritt für Dauerkarteninhaber

Für die Profis der Hamburg Towers folgen zwei nicht-öffentliche Testspiele, ehe der Season-Opener in der Edel-optics.de-Arena ansteht: Am Samstag, den 2. September (19:30 Uhr) werden die Oettinger Rockets zu Gast sein. Mit dem Spiel gegen den Erstliga-Aufsteiger aus Gotha wird auch dieses Jahr die Heimspiel-Saison mit einer attraktiven Partie gegen einen Basketball-Bundesligisten eröffnet werden. Die Oettinger Rockets, die mit überwiegend jungen, deutschen Talenten in der easyCredit Basketball Bundesliga an den Start gehen werden, zählen momentan zu einem der spannendsten Projekte in Basketball-Deutschland. Tickets für den Heimspiel-Auftakt gegen die Oettinger Rockets sind unter:http://www.hamburgtowers.de/tickets/ erhältlich. Alle Dauerkarteninhaber haben freien Eintritt für das Duell gegen die Oettinger Rockets. Sie müssen lediglich ihre Dauerkarten-Bestellbestätigung sowie ihren Personalausweis an der Abendkasse vorlegen.

Das letzte öffentliche Testspiel folgt am zweiten September-Wochenende: Am Sonntag, 10. September 2017 treten die Towers im Testspiel bei der BG Göttingen an. Die Uhrzeit hierfür steht noch aus. Mit einem Auswärtsspiel bei den White Wings Hanau am 23.September 2017 (19:00 Uhr) starten die Towers in ihre vierte Zweitligasaison. Die Uni Baskets Paderborn kommen am Samstag, 30. September 2017 (19:30 Uhr) zum ersten Towers-Heimspiel in die Edel-optics.de-Arena. Dauerkarten für die Saison 2017/18 sind weiterhin unter folgendem Link erhältlich: http://www.hamburgtowers.de/tickets/

Terminübersicht

Dienstag, 1. August 2017                   Trainingsauftakt

Freitag, 18. August 2017                    Bakken Bears (A)

Samstag, 2. September 2017             Oettinger Rockets (H)

Sonntag, 10. September 2017            BG Göttingen (A)

Samstag, 23. September 2017           Pflichtspielauftakt in Hanau (A)

(Hamburg Towers)

Jostmann und Osei sollen Profiluft schnuppern

Die Eigengewächse Melvin Jostmann und Miles Osei werden ab der kommenden Spielzeit dem Profikader der Uni Baskets Paderborn angehören.

„Beide Jungs sollen Schritt für Schritt an das Trainingsniveau bei den Profis herangeführt werden“, erklärt Headcoach Uli Naechster.

Der 17-jährige Jostmann gehörte in der vergangenen Saison dem NBBL-Kader der Baskets an und war Stammspieler im Team von Trainer Nikola Milosevic. „Melvin soll weiter in der NBBL zu den Leistungsträgern gehören und auch in der zweiten Mannschaft eine gute Rolle spielen. Zudem wird er mit den Profis trainieren und erste ProA-Luft schnuppern.“

Osei ist sogar noch zwei Jahre jünger als Jostmann, spielte allerdings eine überragende JBBL-Saison, in der er mit zahlreichen Double Doubles überzeugte. Durch seine starken Leistungen spielte er sich zudem in den Fokus der U15-Nationalmannschaft, mit der er aktuell beim Nordsee-Cup weilt.

Osei wird auch in der kommenden Saison in der JBBL aktiv sein, zudem spielt der 15-Jährige in der 2. Regionalliga beim TSVE Bielefeld II. „Wir werden Miles langsam aufbauen“, kündigt Naechster an.

 

(Uni Baskets Paderborn)

Ralph Junge im Jubiläumsinterview: „Stück für Stück nach oben arbeiten“

Die Nürnberg Falcons feierten jüngst, am 14. Juli ihr einjähriges Bestehen. Am 9. August startet der ProA-Ligist in die Vorbereitung auf seine zweite Spielzeit in der 2. Basketball-Bundesliga. Nach einer mehr als respektablen Premieren-Saison können sich die Fans auch 2017/2018 auf ein hungriges Team freuen, das bis auf wenige Plätze inzwischen feststeht. Auch abseits des Feldes waren Ralph Junge und sein Team nicht untätig und so steigt die Vorfreude auf den Saisonstart am 23. September und das erste Heimspiel gegen Baunach eine Woche später von Tag zu Tag. Im Interview gibt der Geschäftsführer und Head Coach der Falcons einen ausführlichen Lagebericht und kündigt für Mitte September ein Heimturnier mit zwei europäischen Erstligisten an.

Ralph, ein Jahr Nürnberg Falcons, ohne Frage ein Grund zum Feiern. Bleibt dafür momentan überhaupt Zeit oder steckt ihr schon wieder in den Vorbereitungen für die neue Spielzeit?

Gefeiert wurde nicht, aber mit etwas Stolz haben wir schon auf dieses außergewöhnliche erste Jahr zurückgeblickt. Natürlich laufen die Vorbereitungen für die zweite Saison schon auf Hochtouren. Aktuell geht es vor allem darum, die letzten zwei Kaderpositionen bestmöglich zu füllen.

Bevor wir mehr über die Saison 2017/2018 reden, lass uns kurz auf das vergangene Jahr zurückblicken. Wo steht ihr nach Eurer ersten Saison, die sich doch als Erfolgsgeschichte bezeichnen lässt? Wer oder was hat dich in Eurem Premieren-Jahr am meisten überrascht?

Am meisten beeindruckt haben mich der Zusammenhalt und das Engagement von so vielen Menschen auf und abseits des Feldes. Ohne diese Unterstützung hätten wir es nie gemeistert, am ersten Spieltag startbereit zu sein. Diese Mentalität hat sich dann auch durch die gesamte Saison gezogen. Wir haben den Klassenerhalt nicht aufgrund von individuellem Talent geschafft, sondern als Team.

Wovon hängt es ab, ob den Falcons ein solcher Erfolg auch in der nächsten Spielzeit gelingt? Wie schätzt Du Eure diesjährigen Gegner ein? Einige Teams wie Köln oder Hamburg wollen lieber heute als morgen aufsteigen, hinzu kommt mit Rasta Vechta ein Absteiger, der nicht lange in der ProA bleiben will. Wo siehst Du Euer Team?

Natürlich gibt es die Favoriten, aber es wird wie immer auch die positiven und negativen Überraschungen geben. Für uns gilt an sich das gleiche wie im letzten Jahr. Wir wollen den Klassenerhalt so früh wie möglich sichern und vielleicht haben wir, wenn alles super läuft, eine kleine Chance auf die PlayOffs.

Personell hat sich vieles getan. Ihr habt Euch mit einigen jungen deutschen Spielern verstärkt und mit Matt Gibson einen erfahrenen Leader dazu geholt. Soll auch in diesem Jahr die richtige Mischung den Erfolg bringen? Was ist personell noch zu erwarten?

Wir haben Spieler gesucht, die noch hungrig sind, sich weiterzuentwickeln. Daher auch langfristige Verträge. Gemeinsam mit unseren Jugendnationalspielern haben wir damit eine sehr gute Basis für die nächsten Jahre. Die Jungs werden sich wie auch in den vergangenen Spielzeiten weiterentwickeln. Dazu dann 2-3 erfahrene Spieler wie Dan oder Matt und wir werden uns Stück für Stück in der Liga nach oben arbeiten. Gerne würden wir noch das ein oder andere deutsche Talent an uns binden oder hätten das gerne getan, leider fehlen da oft noch die finanziellen Mittel.

Wie bewertest Du die Auftritte von Moritz Sanders im DBB-Trikot und die zahlreichen weiteren Nominierungen von Nürnberger Nachwuchs- bzw. ProA-Spielern für diverse Auswahlmannschaften des DBB?

Wir sind extrem stolz auf die Entwicklung der Jungs. Moritz hat sich sehr gut präsentiert und man kann erkennen, wie hart er gearbeitet hat. Nils Haßfurther steht zum ersten Mal im Trikot der U18 Nationalmannschaft und spielt sehr gut, dazu Matthew Meredith als jüngerer Jahrgang. Die Entwicklung von ihm und Ben Gahlert in den vergangen drei Jahren ist ein mehr als deutliches Zeichen für die Qualität der Jugendarbeit des NBC. Und nicht zu vergessen Manuel Feuerpfeil, der in seinem Jahrgang ebenfalls zum DBB Kader gehört. Einige werden nächste Saison auch in der ProA mit guten Leistungen auf sich aufmerksam machen, die anderen werden in den kommenden Jahren aufrücken. Wir stehen erst am Anfang des Projekts.

Heimturnier mit Prag und Gmunden

Jüngst wurden die Gruppeneinteilungen für die beiden Nachwuchsligen bekanntgegeben. Vor allem in der JBBL hat eine schwere Gruppe erwischt. Wie sind hier die Aussichten, an die Erfolge aus dem Vorjahr anzuknüpfen?

In der JBBL fehlt es uns etwas an Physis und auch Erfahrung auf dem Niveau. Doch ich bin mir sicher, dass die Jungs im Laufe der Saison den Klassenerhalt sichern. Und wer weiß, vielleicht gelingt ja doch die ein oder andere Überraschung. Die NBBL hat viel Talent, hier gilt es die Doppel-Belastung mit ProA gut zu steuern, so dass wir im Frühjahr in Bestform sind.

Es ist immer noch der große Wunsch, dass irgendwann die besten Spieler aus ganz Nürnberg und Mittelfranken die JBBL und NBBL zu Erfolgen führen. Das Niveau in der Breite ist so angestiegen, dass die Vereine der Region im Leistungssport bei der Förderung der Talente noch enger zusammenarbeiten müssen. Im Seniorenbereich werden dann alle regionalen Vereine davon profitieren.

Kooperationspartner Herzogenaurach wird erneut in der 1. Regionalliga an den Start gehen. Wie sieht hier die weitere Zusammenarbeit aus?

Die Zusammenarbeit bleibt so intensiv wie die letzten beiden Jahre. Wir alle hoffen darauf, dass jetzt endlich kontinuierlich gearbeitet werden kann, was ja die letzten zwei Jahre, durch die Situation bei uns sehr schwer war. Eine gute und wichtige Partnerschaft. Das Team hat dieses Jahr eine vielversprechende Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern. Zudem funktioniert die Zusammenarbeit im Jugendbereich hervorragend.

Ein ebenso leidiges wie auch wichtiges und interessantes Thema ist das liebe Geld. Ihr konntet einige neue Partner präsentieren und Euer Netzwerk weiter ausbauen. Wie ist hier der Stand der Dinge?

Ein Dauerthema mit guten Entwicklungen. Durch den kompletten Neustart sind wir noch immer in der Aufbauphase, ein Start-Up Unternehmen eben. Viele neue Partner werden uns zukünftig unterstützen. Dies ist aber auch notwendig, da der letztjährige und langjährige Hauptsponsor nicht mehr im gleichen Umfang vertreten sein wird. Zusätzlich müssen wir diesen Sommer viel Geld für neue Auflagen der Liga in die Hand nehmen. Dies fehlt somit an anderen Ecken, z.B. beim Spielerkader. Wir freuen uns jedoch sehr über den positiven Zuspruch im Sommer und die neu gewonnenen Partner werden den Club immens aufwerten.

Es gibt mit Alexander Sperber einen neuen Mitarbeiter für Sponsoring & Marketing. Auch hier investiert Ihr in die Zukunft.

Seit 1. Juli ist Alexander bei den Falcons. Ein weiterer Schritt im Ausbau der notwendigen Infrastruktur. Aber selbstverständlich können wir hier keine schnellen Wunderdinge erwarten. Er muss jetzt erst das Netzwerk kennenlernen, Kontakte knüpfen und ein Gesicht der Falcons werden. Neben dem Gewinn von neuen Sponsoren, ist auch die Betreuung unserer aktuellen Partner ein wichtiger Aufgabenbereich.

Wann startet Ihr in die Vorbereitung auf die neue Saison? Wie sieht Euer Fahrplan aus und werden Euch die Fans auch einmal vor Saisonstart zu Hause zu Gesicht bekommen?

Die Vorbereitung beginnt am 9. August. Wie gewohnt können wir während der Ferien leider keine Testspiele in Nürnberg austragen, da das BBZ gesperrt ist. Dafür gibt es als Schmankerl ein Heim-Turnier am 16./17. September mit den internationalen Erstligisten USK Prag (Tschechien) und Swans Gmunden (Österreich).

(Nürnberg Falcons BC)